NavMenu

Rio Tinto-Direktor: Warten auf wichtige Genehmigungen für Jadar-Projekt

Quelle: Beta Donnerstag, 07.08.2025. 12:50
Kommentare
Podeli
Das Jadar-Tal (FotoShutterstock/Vladeta Milojevic)<span class="HwtZe"><span class="jCAhz><span class=">Das Jadar-Tal</span></span>
Rio Tinto arbeitet an der Genehmigung einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) und weiterer Genehmigungen, darunter einer Lizenz für die Gewinnung von Förderfeldern, um sein umstrittenes Lithiumprojekt Jadar in Westserbien voranzutreiben, erklärte Chad Blewitt, Geschäftsführer des Jadar-Projekts, gegenüber SeeNews.

Rio Tinto hatte ursprünglich geplant, den Bau einer Untertagemine im Jahr 2026 abzuschließen und die Produktion am Standort im Jahr 2027 aufzunehmen.

– Unter idealen Bedingungen und nach erfolgreicher Aktualisierung der UVP-Studie, Durchführung öffentlicher Begutachtungen und Einholung aller erforderlichen Genehmigungen und behördlichen Zulassungen könnte der Bau innerhalb der nächsten Jahre beginnen – so Blewitt am Montag per E-Mail an SeeNews.

Das serbische Umweltschutzministerium, das Rio Tinto eine endgültige Entscheidung über Umfang und Inhalt der UVP-Studie mitteilen soll, hat auf eine Anfrage von SeeNews um Stellungnahme zum aktuellen Stand des Verfahrens nicht reagiert.

Blewitt wies darauf hin, dass Rio Tinto nach der Entscheidung des Ministeriums eine Frist von einem Jahr habe, um die Studie abzuschließen.

Bei einer Erschließung wäre das Jadar-Projekt eine der größten Greenfield-Lithiumminen der Welt. Über die erwartete Lebensdauer der Mine von 40 Jahren könnten 2,3 Millionen Tonnen Lithiumcarbonat in Batteriequalität produziert werden, das sich für den Einsatz in Elektrofahrzeugen und zur Energiespeicherung eignet. Das entspricht einer jährlichen Produktion von 58.000 Tonnen.

Damit würde Rio Tinto laut dem britisch-australischen Konzern zu den zehn größten Lithiumproduzenten der Welt gehören.

Das Projekt musste in den letzten Jahren jedoch Rückschläge hinnehmen. 2022 widerrief die serbische Regierung aufgrund massiver Umweltproteste gegen die Minenentwicklung den Raumordnungsplan und weitere Genehmigungen. Im Juli letzten Jahres wurden die Genehmigungen wieder erteilt, was die Proteste erneut entfachte und das Projekt praktisch auf Eis legte.

- Der Schwerpunkt unseres Unternehmens liegt derzeit auf der Erstellung einer umfassenden Umweltverträglichkeitsprüfung, die die Grundlage für den Nachweis der Umweltverträglichkeit und Sicherheit des Projekts bilden soll - so Blewitt.

Lokale Umweltschützer, Aktivisten und eine Gruppe von Wissenschaftlern behaupten, das Projekt könne nicht umweltverträglich entwickelt werden.

Blewitt erklärte gegenüber SeeNews, die negative Haltung gegenüber dem Jadar-Projekt sei auf weit verbreitete Fehlinformationen zurückzuführen.

- Diese rücksichtslosen und wiederholten Anschuldigungen, für die es keinerlei Belege gibt, haben Besorgnis ausgelöst und die serbische Öffentlichkeit absichtlich in die Irre geführt. Die Sicherheit des Projekts wurde durch die umfassendsten wissenschaftlichen Studien bestätigt, die jemals in Serbien durchgeführt wurden - so Blewitt.

Zur Untermauerung seiner Behauptungen verwies Blewitt auch auf die jüngste Entscheidung der Europäischen Kommission, das Jadar-Projekt in die Liste der strategischen Rohstoffprojekte außerhalb der Europäischen Union aufzunehmen.

- Diese Anerkennung bestätigt, dass das Projekt im Einklang mit den höchsten Umwelt- und Menschenrechtsstandards entwickelt werden kann, die denen ähnlicher Projekte in Ländern wie Frankreich, Deutschland, Kanada oder Norwegen entsprechen - sagte er.

Die 2021 veröffentlichte Kostenschätzung für das Projekt beziffert den Investitionswert auf 2,55 Milliarden Euro. Blewitt erklärte, dieser Wert werde nun angepasst, „um die aktuellen technischen Vorgaben und die in den letzten Jahren entwickelten technischen Lösungen zu berücksichtigen.“

Auf die Frage nach den Vorteilen des Projekts für die serbische Wirtschaft und den Staatshaushalt erklärte Blewitt, dass eine Analyse aus dem Jahr 2023, die derzeit ebenfalls aktualisiert wird, schätzt, dass das Projekt jährlich etwa 695 Millionen Euro zum serbischen BIP beitragen könnte, was etwa 1 % des aktuellen BIP des Landes entspricht, und über 180 Millionen Euro jährlich durch Steuern und Lizenzgebühren zum Staatshaushalt beitragen könnte, was 1 % der gesamten Haushaltseinnahmen Serbiens entspricht.

In der Betriebsphase der Mine werden voraussichtlich 1.300 dauerhafte Arbeitsplätze geschaffen, erklärte Blewitt. Das Projekt habe zudem erhebliches Potenzial, die Entwicklung lokaler und nationaler Lieferketten zu fördern, da voraussichtlich jährlich über 300 Millionen Euro für die Beschaffung ausgegeben würden.

– Jadar hat zudem das Potenzial, neue Investitionen in verwandten Branchen anzuziehen, darunter in der Kathoden-, Batterie- und Elektrofahrzeugproduktion. Diese damit verbundenen Investitionen werden voraussichtlich über 20.000 neue Arbeitsplätze in Serbien schaffen – so Blewitt gegenüber seenews.com.
Kommentare
Ihr Kommentar
Vollständige Informationen sind nur für gewerbliche Nutzer/Abonnenten verfügbar und es ist notwendig, sich einzuloggen.

Sie haben Ihr Passwort vergessen? Klicken Sie HIER

Für kostenfrei Probenutzung, klicken Sie HIER

Pratite na našem portalu vesti, tendere, investicione projekte, grantove i pravnu regulativu.
Registracija na eKapiji vam omogućava pristup potpunim informacijama i dnevnom biltenu
Naš dnevni ekonomski bilten će stizati na vašu mejl adresu krajem svakog radnog dana. Bilteni su personalizovani prema interesovanjima svakog korisnika zasebno, uz konsultacije sa našim ekspertima.