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Transportgas prüft technische Möglichkeiten der Wasserstoffnutzung im Verkehrssystem

Quelle: eKapija Sonntag, 29.06.2025. 13:35
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Abbildung (FotoShutterstock/r.classen)Abbildung
Transportgas mit Sitz in Novi Sad hat eine öffentliche Ausschreibung zur Analyse der technischen Möglichkeiten der Wasserstoffnutzung im Verkehrssystem ausgeschrieben. Serbien befindet sich im Prozess der Energiewende gemäß den Grundsätzen der Grünen Agenda und den Verpflichtungen gegenüber der Energiegemeinschaft sowie den europäischen Vorschriften. Im Kontext der Dekarbonisierung und der zunehmenden Energiesicherheit gewinnt Wasserstoff als alternativer Kraftstoff zunehmend an Bedeutung und soll schrittweise in das bestehende Erdgastransportsystem integriert werden.

- Ziel dieser technischen Analyse ist es, anhand relevanter Daten und Vorschriften die Eignung des Transportsystems für die Einführung von Wasserstoff in verschiedenen Erdgasversorgungsszenarien zu bewerten und die erforderlichen technischen, investiven und regulatorischen Maßnahmen zu definieren, um eine sichere und effiziente Integration von Wasserstoff in die Gasinfrastruktur Serbiens zu ermöglichen, das im Erdgassektor stark von Energieimporten abhängig ist – heißt es in der Dokumentation.

Hinzu kommt, dass in den letzten Jahren keine nennenswerten neuen Erdgasvorkommen entdeckt wurden, die meisten Gasfelder sich in der Endphase der Ausbeutung befinden und die inländische Erdgasproduktion rückläufig ist.

– Nach Jahrzehnten russischer Gaslieferungen über die Ukraine und Ungarn mit nur einem einzigen Einspeisepunkt in das Transportsystem hat der Bau der Balkan Stream-Gaspipeline und der Verbindungsleitung von Niš nach Dimitrovgrad Serbien ermöglicht, künftig ein deutlich größeres Transitland für Erdgas zu werden und mit Erdgas aus neuen Quellen versorgt zu werden. Durch die Zusammenarbeit mit Aserbaidschan erreicht Serbien zudem das strategische Ziel, seine Lieferanten zu diversifizieren und seine Position als Transitland für die Gasversorgung der mitteleuropäischen Länder weiter zu stärken. Die Europäische Energiegemeinschaft hat Ziele für die Definition der Erdgasqualität für alle Betreiber von Transportsystemen in Südosteuropa festgelegt, mit besonderem Schwerpunkt auf der Nutzung von Wasserstoff in bestehenden Transportsystemen und den Maßnahmen, die für die Akzeptanz und Nutzung von Wasserstoff umgesetzt werden müssen. Die in den letzten Jahren gebauten und derzeit in Europa im Bau befindlichen Gastransportpipelines können 100 % Wasserstoff transportieren – heißt es in der Dokumentation.

Die Verwendung von Wasserstoff im Transportsystem beeinflusst, wie bereits erwähnt, erheblich die Qualität und chemische Zusammensetzung des Gases. Dies könnte die Funktion des Gastransportleitungssystems und alle Gasverbraucher in Serbien beeinträchtigen.

– Die technische Analyse der Einsatzmöglichkeiten von Wasserstoff sollte sich damit befassen, wie viel Wasserstoff durch Beimischung mit Erdgas durch bestehende Gaspipelines transportiert werden kann, wobei die unterschiedlichen Erdgasqualitäten zu berücksichtigen sind. Das künftig transportierte Erdgas wird je nach Lieferrichtung unterschiedliche Qualitäten aufweisen. Vor diesem Hintergrund muss die technische Analyse der Wasserstoffnutzung verschiedene Szenarien der Beimischung von Erdgas und Wasserstoff berücksichtigen. Bei der Beimischung werden unterschiedliche chemische Zusammensetzungen und Qualitäten von Erdgas und Wasserstoff gemischt, um die Anforderungen an die Nutzung zu erfüllen, d. h. die Bedingungen des Gastransportleitungssystems und die spezifischen Bedürfnisse der Erdgasverbraucher – heißt es in der Dokumentation.

Zu den Erdgasverbrauchern, die verarbeitet werden müssen, gehören laut Spezifikation das Stahlwerk Smederevo, Asphaltbauwerke, CNG-Tankstellen, Ölraffinerie RNP Pančevo, WKK Pančevo, WKK Novi Sad, Petrohemija Pančevo, MSK Kikinda sowie Fernwärmewerke (Belgrad und Zrenjanin).

Wie aus der Dokumentation hervorgeht, soll unter anderem ein Vorschlag für Maßnahmen zur Änderung der gesetzlichen Bestimmungen zur Ermöglichung der Nutzung von Erdgas und Wasserstoff vorgelegt werden.

Angebote können bis zum 23. Juli eingereicht werden.

Weitere Informationen (auf Serbisch) finden Sie HIER.

D. A.
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