Energiewende in Belgrad beginnt in Batajnica - Heizwerk stellt auf Geothermie um, erste Bohrung bis Jahresende
Quelle: eKapija
Sonntag, 11.05.2025.
20:25
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Abbildung (FotoPixabay / WikiImages)
Genau dort begann das öffentliche Unternehmen "JKP Beogradske elektrane" (dt. Belgrader Kraftwerke) in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Bergbau und Geologie der Universität Belgrad mit der Erforschung geothermischer Ressourcen an mehreren Standorten in der Hauptstadt. Vorläufige Ergebnisse deuten auf das Vorhandensein eines erheblichen Potenzials hin und die vielversprechendsten Standorte sind Borča, Donau und Batajnica.
Der erste konkrete Schritt wurde bereits in Batajnica unternommen, wo die serbische Regierung eine Entscheidung zur Feststellung des öffentlichen Interesses an der Enteignung von Immobilien zum Bau von Anlagen zur Erzeugung von Wärmeenergie aus geothermischen Quellen erließ. Der Plan sieht auch die Schaffung eines einzigartigen Baugrundstücks für den Umbau des bestehenden Heizwerks TO Batajnica vor. Die Enteignung wird von der Stadt Belgrad für die Bedürfnisse des Unternehmens "JKP Beogradske elektrane" durchgeführt.
Dieser Standort ist besonders bedeutsam, da es in Batajnica einer zuvor veröffentlichten Studie der Fakultät für Bergbau und Geologie zufolge möglich ist, bis zu 90 % der derzeit jährlich im Heizwerk verbrauchten Menge an fossilen Brennstoffen zu ersetzen. Dies wird durch eine wissenschaftliche Analyse bestätigt, die das Potenzial von geothermischem Wasser zwischen fünf und 20 Megawatt pro Anlage ermittelte.
Bis Ende des Jahres wird der erste Bohrung in Batajnica
Es ist geplant, wie eKapija erfährt, bereits in diesem Jahr eine Erkundungsbohrung auf dem Gelände des Heizwerks Batajnica durchzuführen, die eine Schlüsselrolle bei der Bestätigung der Parameter der geothermischen Kapazität und der Festlegung der nächsten Schritte spielen wird. Der öffentliche Beschaffungsplan für 2025 sieht das Verfahren zur Auswahl der Auftragnehmer vor. Wenn die Dynamik der Verfahren angemessen ist, könnten die Arbeiten bis Ende des Jahres beginnen.
Im Bewusstsein der Tatsache, dass die weltweiten Reserven an fossilen Brennstoffen begrenzt sind und rasch schwinden, beschleunigt das Belgrader Unternehmen "JKP Beogradske elektrane" die Nutzung erneuerbarer Energieqn, teilte das Unternehmen gegenüber eKapija mit. Einer der wichtigsten Schritte in diese Richtung sei die Erforschung geothermischer Ressourcen an den Standorten der städtischen Heizwerke in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Bergbau und Geologie der Universität Belgrad, betonen sie.
- Die vorläufigen Forschungsergebnisse zeigten, dass in mehreren Heizwerken ein erhebliches Potenzial für die Nutzung der Geothermie besteht. In der nächsten Phase ist der Bau einer Erkundungsbohrung im Heizwerkskomplex Batajnica geplant. Diese Bohrung wird eine Schlüsselrolle bei der Bestätigung der Parameter der geothermischen Kapazität spielen und die Grundlage für die Festlegung der nächsten Schritte bei der Nutzung erneuerbarer Energien bilden. Darüber hinaus hat das "JKP Beogradske elektrane" vor, Experten der Fakultät für Bergbau und Geologie die Möglichkeit zu geben, Forschungstests durchzuführen und so zur Wissenschaft beizutragen, so das "JKP Beogradske elektrane".
Diese Erkundungsbohrung stelle einen wichtigen Schritt zur Bestätigung der Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie dar, die auf die Möglichkeit einer erheblichen Reduzierung der Nutzung fossiler Brennstoffe im Heizwerk Batajnica hinweist. Nach Abschluss der Erkundung der geothermischen Quelle wird über die weiteren Schritte der Einspeisung der Geothermie in die bestehende Anlage entschieden.
- Im Rahmen des Beschaffungsplans für das Jahr 2025 plant das Unternehmen "JKP Beogradske elektrane" ein öffentliches Beschaffungsverfahren zur Auswahl eines Auftragnehmers für den Bau einer Erkundungsbohrung im Heizwerkskomplex Batajnica durchzuführen. Der Beginn der Arbeiten hängt von der Dynamik der Umsetzung des Verfahrens und der Einhaltung des Gesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen ab. Man geht davon aus, dass der Auftragnehmer noch in diesem Jahr ausgewählt und mit den Arbeiten begonnen werden kann, heißt es in der Mitteilung.
Das Projekt sieht nicht den Bau eines neuen Heizwerks in Batajnica vor, sondern den Umbau des bestehenden Kraftwerks, der den Bau von Nebenanlagen und die Modernisierung der Ausrüstung zur Nutzung der Geothermie umfassen soll.
Obwohl es derzeit unmöglich ist, die Höhe der Investitionen in den nächsten Phasen des Projekts abzuschätzen, werden die relevanten finanziellen Parameter in der Machbarkeitsstudie festgelegt, die nach Abschluss der Untersuchungen der geothermischen Quelle erstellt wird.
Pläne auch für Borča und Donau
Außer für den Komplex in Batajnica plant das "JKP Beogradske elektrane" ähnliche Forschungsaktivitäten an anderen potenziellen Standorten, darunter Borča und Donau, wo bereits Unterlagen für das öffentliche Beschaffungsverfahren gesammelt werden.
- Diese Forschung stellt einen bedeutenden Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Energiezukunft für Belgrad dar und hat das Potenzial, zur Reduzierung der Nutzung fossiler Brennstoffe und zur Entwicklung der geothermischen Infrastruktur beizutragen. Dieses Projekt wird zusammen mit dem Bau der Fernwärmeleitung Obrenovac–Novi Beograd und der Gewinnung von Wärmeenergie aus der Müllverbrennungsanlage in Vinča zur umfassenderen Vision der Energieunabhängigkeit der Stadt beitragen - sagt man im "JKP Beogradske elektrane".
I. Žikić
Unternehmen
Vlada Republike Srbije
JKP Beogradske Elektrane Beograd
Rudarsko geološki fakultet Univerziteta u Beogradu
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Regierung Serbiens
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