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NIS zahlt morgen Gehälter im Voraus, Banken stellen Geschäftsbeziehungen mit dem Unternehmen am 28. Februar ein – Ist die russische Seite bereit, Serbien einen 6-prozentigen Anteil an dem Unternehmen zu verkaufen?

Quelle: Beta Dienstag, 18.02.2025. 14:57
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(FotoPrint screen / Google maps)
Die Geschäftsleitung des serbischen Mineralölunternehmens "Naftna industrija Srbije" (NIS) teilte den Mitarbeitern mit, dass sie ihr Februargehalt am Mittwoch im Voraus erhalten würden, berichtet Kompas-info. Grund für die vorzeitige Auszahlung der Gehälter ist die Befürchtung, dass aufgrund der Ankündigung der Banken, im Zuge der gegen NIS verhängten US-Sanktionen alle internationalen Zahlungen zum 28. Februar einzustellen, kein Geld zur Auszahlung der regulären Gehälter da sein könnte.

Die Mitarbeiter von NIS haben die Benachrichtigung erhalten, dass ihre Februargehälter im Voraus ausgezahlt werden. Inoffiziell wird darüber nachgedacht, das Gehalt für März bereits Ende dieses Monats vorab auszuzahlen.

- Da wir aktiv an einer endgültigen Lösung hinsichtlich der US-Sanktionen gegen unser Unternehmen arbeiten, wurde entschieden, dass die Vorauszahlung des Februarlohns bis zum 19. Februar erfolgt. Unser Unternehmen hat diese Entscheidung getroffen, um die Sicherheit und den Schutz seiner Mitarbeiter zu gewährleisten und ihre finanzielle und soziale Stabilität aufrechtzuerhalten – so heißt es unter anderem in der E-Mail zur Information der Mitarbeiter, zu der Kompas-info Zugriff hatte.

Laut Kompas erwägen NIS und die serbische Regierung inoffiziell mehrere Lösungen, die alle darauf hinauslaufen, einen Vermittler für den Kauf von Öl und Ausrüstung auf dem internationalen Markt zu finden. Eine Lösung besteht darin, dass einer der ausländischen Ölkonzerne für NIS Öl auf dem Weltmarkt kauft, es an dieses Unternehmen in Serbien weiterverkauft und im Gegenzug einen günstigeren Preis erhält, wenn der Rohstoff in den NIS-Raffinerien zu Ölderivaten verarbeitet wird. Eine andere Lösung besteht darin, dass die serbische Regierung eine Agentur für Erdölprodukte gründet, die sich um den Kauf und Import von Öl kümmert und es dann in Serbien an alle interessierten Parteien, einschließlich NIS, weiterverkauft. Die dritte Lösung besteht in der Gründung eines privaten Unternehmens, das Rohöl kauft und importiert und es dann an NIS in Serbien weiterverkauft.

Inoffiziellen Informationen von Kompas zufolge ist die russische Seite bereit, Serbien einen sechsprozentigen Anteil an NIS zu verkaufen, wodurch sich der russische Anteil auf 49 Prozent verringern würde. Der Kreml habe die serbische Regierung angeblich über offizielle Kanäle darüber informiert, dass dies das einzige Zugeständnis sei, dem die russische Seite zustimmen könne, und dass man zum jetzigen Zeitpunkt nicht an einem Verkauf von NIS interessiert sei, berichtete Kompas.
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