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MAT-Mitarbeiterin: 4 Milliarden EUR seit 2008 in NIS investiert

Quelle: Beta Sonntag, 09.02.2025. 17:13
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(FotoPrint screen / Google maps)
Die Umsetzung der Sanktionen gegen das Mineralölunternehmen "Naftna industrija Srbije" (NIS) beginnt am 27. Februar 2025, und die Antwort auf die offizielle Anfrage an das US-Finanzministerium, die Sanktionen um 90 Tage zu verschieben, ist noch nicht eingetroffen, heißt es in dem in der Zeitschrift Macroeconomic Analyses and Trends (MAT) veröffentlichten Text der Autorin Sanja Filipović „Serbische Ölindustrie unter Druck“.

Die Mehrheitsbeteiligung an NIS (51 %) wurde 2008 für 400 Millionen Euro an Gazpromneft verkauft, mit der Verpflichtung für den russischen Partner, weitere 500 Millionen Euro in die Entwicklung des Unternehmens zu investieren.

- Obwohl der Preis, zu dem die Mehrheitsbeteiligung verkauft wurde, in der Öffentlichkeit heftige Kontroversen auslöste, darf man nicht vergessen, dass seither mehr als 4 Milliarden Euro in NIS investiert wurden, rund 30% davon in Umweltprojekte - so Filipović.


Sie fügte hinzu, dass die Kapitalinvestitionen nach der Privatisierung jährlich um das 3,6-fache gestiegen seien. Dank Investitionen ist die Ölraffinerie Pančevo heute eine der modernsten und umweltfreundlichsten in der Region. Darüber hinaus wurde das Geschäft von NIS auf den Sektor der Stromerzeugung und des Stromhandels ausgeweitet und der Betrieb in den Ländern der Region, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien und Rumänien aufgenommen.

Nach der Privatisierung von NIS verbesserten sich sämtliche Geschäftskennzahlen des Unternehmens deutlich, nach Rekordergebnissen im Jahr 2022 schlugen sich die damaligen Sanktionen jedoch in einer Verschlechterung der Geschäftsergebnisse nieder. Den Daten für 2024 zufolge verzeichnete NIS im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Umsatzrückgang von einem Prozent, der Nettogewinn sank jedoch um 58 % und der wichtigste Rentabilitätsindikator EBITDA sank um 35 %.

Mit der Privatisierung von NIS verlor der Staat Serbien die Kontrolle über die Unternehmensleitung, da er einen Minderheitsanteil von 29,87 Prozent des Kapitals besitzt. Heute ist das Unternehmen der einzige Rohöl- und Erdgasproduzent Serbiens, die einzige Ölraffinerin und Eigentümer eines Netzes von 400 Tankstellen im Land und der Region. Gerade deshalb muss NIS, wie bereits erwähnt, in einem breiteren Kontext betrachtet werden, das heißt, seine Bedeutung und sein Beitrag zur serbischen Wirtschaft müssen berücksichtigt werden.
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