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Avramović: Es ist nicht unrealistisch, dass 10.000 Stellen in der serbischen Autoindustrie abgebaut werden

Quelle: Forbes Srbija Mittwoch, 22.01.2025. 10:46
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Abbildung (FotoNataliya Hora/shutterstock.com)Abbildung
In Serbien gibt es mehr als 200 Unternehmen, die im Bereich der Herstellung von Autoteilen und -komponenten tätig sind und rund 100.000 Menschen beschäftigen. Die Krise, die deutsche und andere europäische Hersteller erfasst hat, wird zu einem Personalabbau in Serbien führen. Mindestens 10 % könnten arbeitslos werden. Und die Exporte werden besonders darunter leiden, sagt Nikola Avramović, Direktor der Finanzdienstleistungen bei Alvarez & Marsal für Österreich, Mittel- und Osteuropa, gegenüber Forbes Magazine.

Angesichts der Lage auf dem Markt für Elektroautos glaubt er, dass die Chance für das in Kragujevac ansässige Unternehmen Stellantis in der Herstellung von Hybridmodellen liegt, für die eine steigende Nachfrage besteht.

- Die Komponentenhersteller machen den größten Teil der Automobilindustrie in unserem Land aus. Die Automobilindustrie ist einer der Schlüsselsektoren unseres Landes. Der Exportmarkt ist Deutschland. Sie beschäftigen hier rund 100.000 Menschen. Die Erwartung, dass rund 10.000 Menschen, also etwa 10 %, entlassen werden, klingt nicht unrealistisch. Damit können wir in der kommenden Zeit rechnen, vielleicht in den nächsten ein oder zwei Jahren – sagt Avramović

Umsatzrückgang

Ihm zufolge spüre Serbien die Krise der deutschen Automobilindustrie, und die meisten dieser Hersteller hier seien große Unternehmen, die für die deutsche Automobilindustrie arbeiteten. „Wenn sie also ein Problem haben, haben wir das auch.“

- Alle diese Unternehmen in Serbien mussten im vergangenen Jahr kurzfristig Umsatzrückgänge verzeichnen. Diese Umsätze stammen aus Exporten auf den europäischen Markt. Auch das kommende Jahr wird herausfordernd, da die Krise aus der europäischen Autoindustrie noch nicht auf uns übergeschwappt ist – glaubt Avramović.

Er sagt außerdem, dass es einen spürbaren Rückgang ausländischer Direktinvestitionen aus dem Automobilsektor gibt. Dies macht deutlich, dass es hier weder zu Werkserweiterungen noch zu neuen Kapazitäten kommen wird. Avramović fügt hinzu, dass all dies darauf hindeute, dass wir in diesem Sektor auf dem heimischen Markt kurzfristig mit Störungen rechnen müssen.

Einen Plan vorbereiten

- Serbien ist kein Investitionsstandort mit billigen Arbeitskräften mehr. Das ist einerseits gut, birgt aber auch gewisse Risiken. Denn wir müssen in den nächsten fünf Jahren mit dem Weggang von Unternehmen rechnen, deren Geschäftsmodell darauf basiert. Das Risiko besteht darin, dass irgendwo ganze Städte und Regionen von diesen Unternehmen abhängig sind. Wir müssen also rechtzeitig sehen, wie und womit wir diesen Verlust ersetzen können – schätzt Avramović.
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