Fiat gespaltet in zwei Konzerne: Autos und Nutzfahrzeuge
Montag, 03.01.2011.
19:24
Fiat hat die Autobranche vom Rest seines Geschäftes abgespaltet. Die Aktionäre des Turiner Autobauers stimmten noch im September 2010 für die neue Fiat-Struktur ab, mit der ab 2011 ein neues Unternehmen mit dem Namen Fiat Industrial entsteht.
Zu Fiat Industrial werden unter anderem der Lkw-Bauer Iveco, die Land- und Baumaschinen von Case New Holland (CNH) und Teile der Antriebsstrang-Fertigung gehören. Das eigenständige Unternehmen wurde am 3. Januar 2011 an der Mailänder Börse gelistet werden. Jeder Fiat-Aktionär erhält im Zuge der Börsenplatzierung Fiat-Industrial-Aktien.
Jeweils 2,5 Milliarden Euro Schulden
Mit der Abspaltung der Autobranche vom Rest des Fiat-Geschäftes entstehen zwei getrennte Konzerne mit Schulden in Höhe von je 2,5 Milliarden Euro. Dies berichtete Fiats Geschäftsführer Sergio Marchionne bei der Aktionärsversammlung.
"Beide Fiat-Gesellschaften werden über genügend liquide Mittel verfügen", versicherte Marchionne. Bis Ende 2010 sollte Fiat Industrial eine Finanzierung in Höhe von vier Milliarden Euro erhalten.
Mehr Freiheit für Partnerschaften
"Mit der Abspaltung wird Fiat ein neues Kapitel seiner Geschichte beginnen. Die beiden eigenständigen Gesellschaften werden mehr Bewegungsfreiheit auch in Bezug auf neue Partnerschaften haben", so Fiats Geschäftsführer Sergio Marchionne. Dies sei der richtige Moment für die Spaltung, da der Konzern wieder Gewinne schreibe.
Zwei starke und ambitionierte Gesellschaften werden durch die Spaltung entstehen, versicherte Fiats Präsident John Elkann. "Wir haben keine Angst vor der Zukunft, wir wollen sie aufbauen", so Elkann. Fiat Industrial zählt weltweit 60.000 Mitarbeiter in 70 Produktionswerken, die einen Jahresumsatz von 30 Milliarden Euro generieren.
FCA Srbija doo Kragujevac

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