Zweite Privatisierungsrunde für kroatische Werften ab dem 15. Februar
Samstag, 13.02.2010.
20:16
Sechs kroatische Werften sollen bis 15. September zum Verkauf ausgeschrieben werden. Angebote können in folgenden 60 Tagen eingereicht werden. Die Bedingungen sind fast unverändert geblieben, hebt die kroatische Nachrichtenagentur HINA hervor.
Besonders wichtig war die Lösung für die Frage des Immobilieneigentums, sagte der kroatische Justizminister Đuro Popijač.
- Die Regierung und Werften haben sich über die Senkung der Umstrukturierungskosten geeinigt, durch Kompensation für bisher ungeklärte Eigentumsverhältnisse – sagte Popijač.
Zum Verkauf angeboten werden die staatlichen Anteile (zwischen 83,32 und 99,53 %) an den sechs hoch verschuldeten Werften Brodosplit, Brodotrogir, 3. Maj, Kraljevica, Uljanik und Brodosplit (BSO). In den kroatischen Werften sind derzeit mehr als 11.000 Arbeitnehmer beschäftigt.
Die Privatisierung wird von der EU-Kommission gefordert, weil im EU-Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit Kroatien staatliche Beihilfen für die maroden Werften verboten wurden. Das Abkommen trat am 1. Februar 2005 in Kraft. Seit damals prangert die EU-Kommission die Subventionen für die Werften als illegal an. Dies war auch die bisher größte Hürde für die Öffnung des EU-Verhandlungskapitels "Wettbewerb", in dem unter anderem die Kontrolle der staatlichen Beihilfen verhandelt wird.
Potenziellen Käufern sollen, den neuesten Ausschreibungsbedingungen nach, mindestens 40% geboten werden.

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