Internet nominiert für den Friedensnobelpreis
Dienstag, 09.02.2010.
15:19
Das italienische Wired-Magazin spricht sich in einer gestarteten Kampagne für die Nominierung des Internets für den Friedensnobelpreis 2010 aus. Zu diesem Thema hat sich der Chefredakteur Riccardo Luna näher ausgelassen.
Seiner Meinung nach könne das Internet als Waffe angesehen werden, die gegen Konflikte und Hass in Stellung gebracht werden kann. Unter dem Strich könne man damit den Frieden und die Demokratie fördern, teilte Luna mit.
Bezüglich der Wahlen im Iran und der damit verbundenen Verbreitung von Informationen seien die Möglichkeiten des Internets unter Beweis gestellt worden. Dabei handle es sich nur um ein Beispiel von vielen, teilte der Chefredakteur des italienischen Wired-Magazines mit.
Das Magazin konnte den Antrag allerdings nicht selbst einreichen. Dafür musste jemand mit Nominierungsrecht gefunden werden - also ein früherer Preisträger, eine Regierung oder eine akademische Einrichtung, die sich mit der Friedensforschung beschäftigt. Unterstützung erhielt man letztlich durch die Iranerin Shirin Ebadi, die den Friedensnobelpreis im Jahr 2003 erhielt.
Folglich soll das Internet nun auf die Liste der Nominierten gesetzt werden. Eine entsprechende Online-Petition wurde bereits gestartet. Auf der zugehörigen Webseite 'Internet for Peace' können alle Interessierten ihre Stimme abgeben.
Erste namenhafte Personen haben die Petition bereits unterzeichnet. Dazu gehören beispielsweise die Nobelpreisträgerin Shirin Ebadi und der Designer Giorgio Armani.
Trotz aller Unterstützung glauben viele , dass die Chancen für so etwas schwach stehen, insbesondere in Hinsicht auf die vorjährige, kontroverse Entscheidung für den US-amerikanischen Staatspräsidenten Barak Obama.

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