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Dragan Jovanović, Direktor der Wärmekraftwerk und Bergwerke „Kostolac“ - Der Ball liegt jetzt bei uns

Quelle: eKapija Montag, 28.12.2009. 01:58
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(Dragan Jovanović)

Eine Mrd. kWh Strom mehr als im Vorjahr, geschlagene tägliche, monatliche und jährliche Produktionsrekorde sowohl im Wärmekraftwerk als auch im Tagebau versprechen einen erfolgreichen neuen Investitionszyklus im Unternehmen „Termoelektrane i kopovi Kostolac" (Wärmekraftwerke und Bergwerke Kostolac). Fast 1 Mrd. Euro sollen bis 2020 in die Revitalisierung der bestehenden und in den Bau von neuen Produktionskapazitäten sowie in die Umsetzung von einigen Umweltschutzprogrammen investiert werden, erzählte uns der Direktor der Kapitalgesellschaft, Dragan Jovanović.

- Wir haben 2009 das theoretische Höchstmaß vielleicht nicht erreicht, ich glaube aber, dass wir das realistische Maximum erzielt haben. Das Unternehmen hat alle Verpflichtungen aus der Energiebilanz der Republik Seriben erfüllt. Trotz veralteter Bergbaumaschinen haben wir große Fortschritte gemacht – erklärte Jovanović bei einer Feier anlässlich des erfolgreichen Geschäftsjahres in seinem Unternehmen.

Das Ende des Jahres wird mit den erweiterten Produktionskapazitäten im Tagebau „Drmno“ - 9 Mio.t Kohle – erwartet. Das projektierte Maximum wurde dadurch aber nicht erreicht.

- Wir haben im Vorjahr die Revitalisierung der Ausstattung aus Tagebauten "Ćirikovac" und "Klenovnik" zu Ende geführt und im Mai dieses Jahres eine neue Transportsystem im Tagebau „Drmno“ im Wert von 65 Mio. Euro in Betrieb genommen. Es handelt sich um eine der größten Investitionen des Unternehmens, sagte Jovanović.

Einer der modernsten Bagger in Europa wurde in dieses Transport- und Abladesystem eingebaut. Das fünfte Transport- und Abladesystem wurde am 2. Juni dieses Jahres im Tagebau „Drmno“ in Betrieb genommen. Die tägliche Produktion des Baggers SRs 2000 ist seitdem auf 70.000 Kubikmeter gestiegen.

Man arbeitet momentan an einem Projekt zur Erweiterung der Produktionskapazitäten des Tagebaus „Drmno“ auf 12 Mio. t Kohle jährlich, das bis März 2010 fertig gestellt werden soll. Es handelt sich um nur eines der Projekte, die aus einem Kreditarrangement mit der Volksrepublik China im Wert von fast 850 Mio. Euro finanziert werden soll.

Chinesischer Kredit im Wert von 750 Mio. Euro immer näher

(Dragan Jovanović i Đin Čunšeng)

Das Kreditarrangement mit der Volksrepublik China beruht auf einem bilateralen Abkommen zwischen zwei Ländern, das der serbische Staatspräsident Boris Tadić im September dieses Jahres mit chinesischen Offiziellen unterzeichnet hat. Ein Teil des Kreditarrangements ist für Investitionen in die serbische Stromwirtschaft vorgesehen.

- Die Regierung Serbiens beschloss, eine Summe im Staatshaushalt für 2010 für notwendige Garantien für das Kreditarrangement im Wert von 850 Mio. Euro bereitzustellen. Wir sind zu einer Anzahlung in Höhe von 15% verpflichtet, weshalb wir mit einer Summe von 750 Mio. Euro rechnen können. Wir sollen jetzt selbst einschätzen, ob wir dieses Kreditarrangement realisieren können. Wir würden das Geld gern so bald wie möglich beziehen und die Beteiligung einheimischer Maschinenbauunternehmen sichern. Chinesen wollen, natürlich, ihre Ausstattung platzieren und ihre Unternehmen beschäftigen. Technische und kommerzielle Verhandlungen beginnen bald. Wir erwarten offizielle Informationen über Unternehmen, für welche China garantieren kann.

Investitionen

- Zwei große Projekte erwarten uns in folgenden drei Jahren. Es handelt sich um die Revitalisierung der Blocks B1 und B2 im Wärmekraftwerk „Drmno“ sowie um den Bau einer Entschwefelungsanlage im Gesamtwert von 350 Mio. Euro. Schon ab 2014 sollen die Kapazitäten des Tagebaus „Drmno“ auf mehr als 12 Mio. t Kohle jährlich erweitert werden. Das ist die wichtigste Voraussetzung für den Bau eines neuen Blocks B3 – gab Jovanović bekannt.

Die Vorbereitungen für den Bau des Blocks B3 wurden der Belgrader Holdinggesellshaft „Energoprojekt“ anvertraut, entdeckte er dem Reporter des Wirtschaftsportals „eKapija“.

Der neue Block B3 sollte Plänen zufolge 2021 in Betrieb genommen werden. Dank dem „chinesischen Kredit“ und eigenen Rücklagen könnte diese Frist verkürzt werden, behauptet der Direktor der Wärmekraftwerke und Bergwerke „Kostolac“.

- Es gibt nichts Schlechtes, wo es nicht auch etwas Gutes gibt. Wir stellen sicher die größte ökologische Gefahr in dieser Gegend dar. Durch Investitionen in den Umweltschutz und Sanierung der Folgen versuchen wir den von uns verursachte Disbalance auszugleichen. Wir realisieren momentan ein Projekt zur Rekonstruktion des Systems für Sammlung, Transport und Ablagerung von Asche und Schlacke aus Blocks des Wärmekraftwerks „Kostolac B“, das Ende des ersten Trimesters 2010 in Betrieb gesetzt werden soll. Es handelt sich um die größte ökologische Investition unserer Kapitalgesellschaft bisher, im Wert von 30 Mio. Euro und finanziert seitens der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung. Durch Inbetriebnahme dieser Anlage soll das problem mit der Entsorgung von Asche als Abfallprodukt gelöst werden – erklärt Jovanović.

Momentan werden Angebote für die Realsierung eines ähnlichen Projekts im Block A geprüft, das die deutsche KfW Entwicklungsbank mit einem Kredit im Wert von 20 Mio. Euro finanzieren soll.

Projekte finanziert aus eigenen Rücklagen

- Aus eigenen Rücklagen werden wir Investitionen in die Infrastruktur und Sanierung der verschmutzten Umwelt finanzieren. Ich denke vor allem an den Bau eines Fernwärmenetzes in der Siedlung Klenovik, wo in der ersten Phase 50 Mio. Dinar investiert wreden sollen. Demnächst kommen Projekte zur Regulierung der Wasserversorgung in den Siedlungen Drmno und Stari Kostolac sowie der Bau einer Wasserleitung für das Dorf Kličajevac – sagte Jovanović für „eKapija“ und fügte hinzu:

- Wir stellten 200 Mio. Dinar für erwähnte Projekte im nächsten Jahr bereit. Uns erwarten auch die regelmäßige Rekonstruktion und die Erweiterung des Fernwärmenetzes in den Siedlungen Stari Kostolac und Kostolac.

Chance für Jugendliche – Freie Stellen werden bald ausgeschrieben

Schon Anfang des neuen Jahres 2010 sollen neue freie Stellen ausgeschrieben werden, kündigt Jovanović an. Junge Ingenieure sollen diesmal Vorrang haben. Ende Februar sollen Arbeitskräfte anderer Berufe eingestellt werden.

Angekündigte Investitionen im Wert von 1 Mrd. Euro werden immer gewisser. Alles hängt diesmal nur von uns ab, meint Jovanović.

- Der Ball liegt jetzt bei uns.

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