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Große Chance für serbische Fleischwarenindustrie - EU eröffnet Türen für Wurstwaren aus Schweinefleisch

Quelle: Novosti Montag, 14.09.2009. 01:40
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Podeli

Die Genehmigung zum Export von Salami, Streichwurst, Aufschnitten, Würstchen und Fertiggerichten aus Schweinefleisch, bearbeitet auf Temperaturen über 70 Grad Celsius, in die Europäische Union, stellt eine große Entwicklungschance für die serbische Fleischwarenindustrie dar, betonen Experten. Sie erwarten auch eine positive Auswirkung auf serbische Viehalter, weil die Exportgenehmigung nur für Erzeugnisse aus Schweinen gezüchtet in Serbien gilt.

Es handelt sich um einen anspruchsvollen Markt, warnen unsere Fleischverarbeiter. Vier Fabriken mit Genehmigungen zum Export in die EU müssen geduldig sein und mit hoher Qualität ihrer Erzeugnisse um die Marktposition verloren vor 20 Jahren kämpfen. Die EU hat damals ihre Grenzen für serbische Produkte aus Schweinefleisch geschlossen.

- Diese Genehmigung ist von großer Bedeutung für unser Unternehmen - meint Nebojša Petrović, Generaldirektor von "Yuhor" aus Jagodina.

- Man gibt uns Chance, auf einen wichtigen Markt zurückzukehren, auf dem wir noch früher bekannt waren - nicht nur unser Unternehmen, sondern die ganze serbische Fleischwarenindustrie. Erzeugnisse aus Schweinefleisch haben einen großen Anteil an unsserer Produktion.

"Yuhor" verfügt über Kapazitäten von 21.000 t jährlich, ausreichend sowohl für die ungestörte Verorgung des Binnenmarktes, als auch für de Export, betonte Petrović.

- Wir haben bereits Kontakt mit ausländischen Partnern aufgenommen - fügte Petrović hinzu.

- Wir sind deshalb in der Lage, Schweinefleisch und Erzeugnisse aus Schweinefleisch innerhalb einer sehr kurzen Frist auf jene Märkte zu bringen, auf denen wir bereits mit Produkten aus Rindfleisch präsent sind. Es handelt sich um Russland, Länder in der Region und natürlich die Europäische Union - behauptet er.

In einer ähnlichen Situation ist das Unternehmen "Topola" aus Bačka Topola. Sein Generaldirektor Vukoje Muhadinović betont, dass ihre Erzeugnisse bald am französischen und ungarischen Markt und dann in Deutschland erscheinen können.

An unsere Partner in Frankreich sollen wir bald Fertiggerichte im Wert von 150.000 Euro liefern, während unsere Kunden in Ungarn ein Streichwurst-Kontingent im Wert von 600.000 Euro erwarten - präzisiert Mujanović.

- Mit 60.000 Mastschweinen jährlich auf unseren Farmen können wir die Nachfrage nach unseren Erzeugnisse decken. Ich hoffe, dass dieser Genehmigung die Genehmigungen zum Export von geräucherten und gepöckelten Erzeugnissen folgen werden, weil unsere Rohwurste und Schinken beträchtlich berühmter am EU-Markt sind.

Im Unternehmen "Kolbis" aus Novi Sad warnen, dass der Mangel an einheimischen Schweinen die Realisierung ihrer Exportpläne verlangsamen kann.

- Unser Unternehmen ist bereit für den Export in die EU, weil wir gleiche Bedingungen bei der Ausfuhr nach Bosnien und Herzegowina erfüllen müssen - sagt Branko Stojanov aus "Kolbis".

- Wir befürchten aber einen stark zurückgegangenen Bestand an Schweinen in Serbien, weshalb wir Tiere aus Mazeodnien einführen müssen. Wir wollen auf jeden Fall die Märkte in ehemaligen jugoslawischen Republiken erschließen, vor allem Slowenien und Kroatien. Anspruchsvollere Märkte können wir nur Schritt um Schritt erobern.

Nutzen für Viehhalter

Der Export in die EU könnte eine stabilisierende Wirkung auf den serbischen Viehmarkt ausüben und gleichzeitig zum Anstieg der Nachfrage führen.

- Größere Märkte verhindern stärktere Preisschwankungen - meint Vladan Babić, Schweinehalter aus Kuzmin und Vertreter des Verbandes der Schweinehalter "Graničar".

- Das ist von großer Bedeutung für uns alle, besonders in Hinsicht auf die großen Preisschwankungen in letzten Jahren, als man Mastschweine zum Preis von nur 40 Dinar pro Kilo verkauft hatte. Viele Viehhalter haben damals ihre Farmen aufgegeben. Die Tatsache, dass man nur Erzeugnisse aus Schweinen gezüchtet in Serbien ausführen darf, wird eine positive Wirkung auf unsere Produktion ausüben.


Schweinehaltung

3.594.000 Schweine hat man im Vorjahr in Serbien gezüchtet (Bauernhöfe, landwirtschaftliche Genossenschaften, Unternehmen), zeigen Angaben des Statistischen Amtes Serbien.

(Anmerkung: Artikel übernommen aus der Tageszeitung "Novosti" vom 10.09.09)

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