Abkommen über Gasleitung "Nabucco" - 3.300 km lange Trasse
Montag, 13.07.2009.
15:15
Die Türkei und EU-Länder unterzeichneten heute (13. Juli 2009) das Regierungsabkommen über die Gasleitung "Nabucco", die die Abhängigkeit vom russischen Gas verringern soll.
"Die Gaskrise zu Jahresbeginn 2009 hat gezeigt, dass Europa zur Sicherung der Versorgung seine Lieferrouten für Gas diversifizieren muss. Das Projekt Nabucco ist aber nicht gegen Gazprom oder gegen andere Projekte gerichtet, sondern ist als Ergänzung zu russischem Gas zu sehen", sagte der österreichische Wirtschaftsminister Mitterlehner.
Ministerpräsidenten von der Türkei, Österreich, Bulgarien, Rumänien und Ungarn unterschrieben das Vertrag, das den Bau der Gasleitung "Nabucco" auf ihren Territorien erlaubt.
Der Irak, Ägypten und Syrien seien bereit, die Leitung mit Gas zu versorgen. "Nabucco" kann Europa aber nicht von russischen Lieferungen unabhängig machen.
Die Rohrleitung könnte sogar russisches Gas benötigen, um die geplante Kapazität von 31 Mrd. Kubikmeter maximal auslasten zu können.
"Nabucco" führt von Mittelasien und Nahost bis Europa. Die Trasse ist fast 3.300 km lang.

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