Niemand will Kabelfabrik in Jagodina – Keine Interessenten für den ehemaligen Riesen
Dienstag, 30.06.2009.
13:12
Das Schicksal des größten Exportunternehmens in Zentralserbien, der Holdinggesellschaft "Kablovi" aus Jagodina, ist völlig ungewiss. Die Frist für die Anforderung von Ausschreibungsunterlagen ist abgelaufen und es gibt keine Anmeldungen.
- Die Ausschreibung ist wieder gescheitert, weil es keine Interessenten gibt. Das bedeutet aber nicht, dass die Kabelfabrik "Kablovi" kein Potenzial hat. Löhne werden regelmässig ausgezahlt, Verpflichtungen gegenüber Lieferanten erfüllt – sagt der Holdingdirektor Ratko Vučurović und betont:
- Der Export ist auf dem vorjährigen Niveau. 60% der Produktion führen wir in EU-Länder, nach Russland und Nahost und in ehemalige jugoslawische Republiken aus. Es gibt, leider, keine staatlichen Subventionen für große Exportunternehmen, und wir könnten den Export mit günstigeren Krediten um mehr als 50% erhöhen.
Die Kabelfabrik hat im Vorjahr Erzeugnisse im Gesamtwert von 20 Mio. Euro exportiert und genauso viel Kabel am Binnenmarkt abgesetzt. Der Export ist auf dem vorjährigen Niveau, während der Absatz am einheimischen Markt zurückgegangen ist.
500 Arbeiter entschieden sich im Juni für die freiwillige Kündigung im Rahmen des staatlichen Versorgungsprogramms. Das Unternehmen beschäftigt jetzt 2350 Mitarbeiter.
Getrennt
Die Versteigerung einer Anlage von "Kablovi" in Rekovac muss auch für gescheitert erklärt werden, weill es keine Interessenten gibt. Außer dieser sollen auch Anlagen in Ćuprija und Despotovac, als selbstständige Unternehmen, zum Verkauf angeboten werden.
Industrija Kablova a.d. Jagodina

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