Abkommen zwischen Russland und der Ukraine - Ende des Gasstreits
Sonntag, 18.01.2009.
83:0
Der russische und ukrainische Regierungschefs, Wladimir Putin und Julia Timoschenko, einigten sich in Moskau über die Durchleitung von russischem Gas durch die Ukraine und über die Wiederaufnahme der Gaslieferungen an europäische Länder - melden russische Nachrichtenagenturen.
- Wir werden bald den Transport durch die Ukraine aufnehmen - gab Putin nach dem Treffen mit Timoschenko bekannt.
Die Energiekonzerne Gazprom und Naftogaz werden nach ukrainischen und russischen Angaben ein Abkommen unterzeichnen, das die Wiederaufnahme der russischen Gaslieferungen zu einem höheren Preis und die Weiterleitung durch die Ukraine festschreibt.
Die Ukraine soll von 2010 an in Europa übliche Marktpreise für das Gas aus Russland bezahlen. Bisher erhielt die Ukraine einen Vorzugspreis, den Russland künftig aus Wettbewerbsgründen aber nicht mehr gewähren will. Putin stellte allerdings für dieses Jahr noch einmal einen Rabatt von 20 Prozent in Aussicht. Voraussetzung sei, dass die Ukraine den Transit des russischen Gases ebenfalls weiterhin zu vergünstigten Bedingungen organisiere.
Am 17. Januar fand in Moskau ein internationales Treffen statt, an dem die Gasversorgung in Europa besprochen worden ist. Das Treffen endete ergebnislos.
An der Konferenz in Moskau nahmen Vertreter der Europäischen Union sowie Julia Timoschenko und Wladimir Putin teil.
Zur Konferenz wurden auch Vertretern von neun vom Gasstreit betroffenen Ländern eingeladen und unter ihnen der serbische Regierungschef Mirko Cvetković. In der serbischen Delegation waren auch der Minister für Energiewirtschaft Petar Škundrić und Vorsitzender von "Srbijagas" Dušan Bajatović.

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