(BIZNIS) "Fiat" gegen deutsche Investitionen in Šumadija
Montag, 09.06.2008.
19:22
Verhandlungen mit dem deutschen Automobilhersteller „Volkswagen“ über den Bau einer Fabrik in Kragujevac sollen unterbrechen und erst nach der Bestimmung des Verhältnisses zwischen "Fiat" und "Zastava" wieder aufgenommen werden, meldet die kroatische Zeitung „Poslovni dnevnik“. Die Verhandlungen wurden nach Wunsch des italienischen Automobilherstellers unterbrochen, weil er bis Ende Juni ein strategisches Abkommen über die Übernahme von 70% des Kapitals in „Zastava“ unterzeichnen soll. In der Automobilfabrik in Kragujevac sollen, Plänen zufolge, 300.000 Pkws jährlich ab 2010 erzeugt werden. Es handelt sich um ein Produktionsvolumen vor dem Zerfall des ehemaligen Jugoslawiens.
Auf Nachrichten über den Stillstand in Verhandlungen mit "Zastava" reagierten Vertreter von „Volkswagen“ mit dem Kommentar, dass sie noch immer nicht den Bau einer eigenen Fabrik in Kragujevac überlegen, meldet die kroatische Tageszeitung.
Der Plan zur Errichtung einer deutschen Automobilfabrik in Kragujevac ist aber nicht unrealistisch, wie es auf den ersten Blich scheint, behaupten Experten. Die Gemeinde ist bereit, einen 400 ha großen, infrastrukturell ausgestatteten Grundstükc für "Vo„kswagen" vorzubereiten und "Volkswagen“ kostenlos zur Verfügung zu stellen. Zwei große Automobilfabriken in einer Land stellen nichts Neues dar. Man soll nur an die Slowakei denken. Die Wiederbelebung der Verhandlungen mit „Volkswagen“ ist um Mitte des Sommers zu erwarten, behaptet „Poslovni dnevnik“.
Daten sammeln
Während ihres Besuchs in Kragujevac interessierten sich Vertreter von „Volkswagen“ für Detailinformationen über die demographische Situation in der Stadt bzw. Einwohneranzah, Alters- und Ausbildungsstruktur, Energiepreise und –versorgung sowie über den Standort für eine neue Fabrik.
Kragujevac verfügt über eine Fakultät für Metallurgie und Technische Hochschule, an denen Fachkräfte für die Automobilindustrie ausgebildet werden. Der Investor sollte deshalb den Mangel an entsprechenden Fachkräften nicht befürchten. Durch Umstrukturierung von „Zastava“ wurden 9.000 Arbieter gekündigt, viele von ihnen würden aber gern zurückkehren.
Märkte und Kooperation
Nach der Unterzeichnung des Stabilisierungs- und Assozierungsabkommen mit der Europäischen Union, das den zollfreien Export von Autos in alle EU-Länder erlaubt, wurde Serbien sehr interessant für große Automobilhersteller. Serbien hat außerdem ein Freihandelsabkommen mit Russland unterzeichnet, das den zollfreien Export auf diesen großen Markt ermöglicht. Das hat, nach einheimischne Experten, das Interesse von „Volkswagen“ und anderer Riesen der Automobilindustrie erregt. Der Vizepremier, Božidar Đelić, kündigte bereits die Unterzeichnung eines ähnlichen Abkommens über den freien Export serbischer Erzeugnisse in die Ukraine an.
„General motors“ hat auch alle Vorteile der Produktion in Serbien erkannt. Der US-Riese hat mit „Zastava“ ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet. Nach einem Abkommen, unterzeichnet im November, soll die Montage von "Opel Astra Classic" in Betrieben in Zastava aufgenommen werden. Spekulationen, nach denen erfolgreiche Verhandlungen mit "Fiat" das Abkommen mit „General motors“ in Frage gesetzt haben, werden von Zuständige in "Zastava“ entschieden bestritten und weisen darauf hin, dass „Zastava“ über Kapazitäten zur Herstellung dieses Fahrzeugs verfügt. Das erwähnte Modell wird momentan über das Gemeinschaftsunternehmen zollfrei eingeführt.
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FIAT Torino Italia
Zastava automobili a.d. Kragujevac
Volkswagen AG Wolfsburg
General Motors Corporation
Predstavništvo Opel Southeast Europe LLC Beograd

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