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IHF will Harz verbieten

Quelle: eKapija Montag, 29.08.2016. 11:11
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Podeli

(FotoDziurek / Shutterstock.com)
Hassan Moustafa will ab 2017 weltweit ein Harzverbot im Handball durchsetzen. Damit setzte der Präsident des Weltverbands IHF dem immerwährenden Streit um klebrige Hallenböden und Kabinenbänke ein Ende.

"Wir werden das Benutzen von Harz weltweit verbieten", sagte der IHF Präsident in einem Interview. Bereits jetzt sollen die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen. Zusammen mit dem Ballhersteller "Molten" soll ein neues Spielgerät entwickelt werden, welches so gut haften soll, dass der Einsatz von Harz überflüssig sein wird. Durch den Verzicht auf Harz seien die Spielerinnen und Spieler weniger gesundheitsgefährdet und auch die Hallenböden deutlich weniger verschmutzt. Laut Aussage des IHF Präsidenten sei die Arbeit zu 80 Prozent abgeschlossen. Mehr als eine Million Euro soll dafür bereits gezahlt worden sein.

Ebenfalls kündigte der 72-Jährige an, dass andere Hersteller "ein Problem bekommen" werden. Denn sobald die IHF diese neue Änderung veranlassen wird, müssen sich alle anderen Vereine, Funktionäre und Spieler danach richten. "Diese Regel gilt dann für alle Spiele – von der Weltmeisterschaft bis zur Kreisliga, und selbstverständlich auch für den Jugendbereich", so der IHF Präsident gegenüber der Stuttgarter Zeitung.

Seit 1. Juli sind bereits Änderungen in Kraft, die auch für Kritik gesorgt haben. Unter anderem werden Regelverstöße in den letzten 30 Sekunden eines Spiels härter bestraft. Nach Anzeige des "passiven Spiels" durch die Schiedsrichter sind zudem für das angreifende Team nur noch maximal sechs Pässe erlaubt, bevor die Referees das Zeitspiel abpfeifen.

Von den aktuellen Regeländerungen ist Hassan Moustafa derweil überzeugt. Die Möglichkeit, dass Mannschaften ihre Torhüter durch einen zusätzlichen Feldspieler schnell austauschen können, beschleunige seiner Meinung nach das Spiel und würde dies interessanter für Zuschauer machen. Auf die Nachfrage der Stuttgarter Zeitung, weshalb zuletzt so viele Zeitstrafen im Olympischen Turnier verhängt wurden, fand Moustafa eine simple aber aussagekräftige Antwort: "Wir wollen weniger Härte im Handball haben. Also haben wir unsere Schiedsrichter instruiert, konsequenter durchzugreifen."

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