USA erlaubt Chinesen Übernahme von Schweizer Agrarchemiekonzern Syngenta - Übernahme im Wert von 43 Mrd. USD
Dienstag, 23.08.2016.
15:54
"Wir veröffentlichen keine Details der Vereinbarung mit CFIUS, um die Vertraulichkeit des Prozesses zu beachten", erklärte ein Syngenta-Sprecher am Montag. "Jegliche Zugeständnisse sind nicht materiell für Syngentas Geschäft."
Chemchina hatte die Pläne zur Übernahme des Pflanzenschutz- und Saatgut-Unternehmens aus Basel im Februar angekündigt. Und die Frist für die Annahme der Offerte schon zweimal verlängert.
Chemchina bietet den Syngenta-Aktionären 465 Dollar je Aktie in bar plus fünf Franken Sonderdividende an. Das entspricht in Summe umgerechnet rund 451 Franken je Titel; in diese Richtung bewegt sich der Aktienkurs nun.
Zuvor hatte es in den USA Vorbehalte gegeben, weil ChemChina durch die Fusion nicht nur einer der weltweit größten Hersteller von Pflanzenschutzmitteln und einer der wichtigsten von Saatgut werden würde. Die Chinesen bekämen Zugang zu Technologien, für deren Entwicklung sie womöglich noch Jahre brauchen würden.
Die Transaktion soll laut Syngenta bis Ende des Jahres abgeschlossen werden. Allerdings müssen noch Regulierungsbehörden anderer Länder ihre kartellrechtlichen Prüfungen abschließen und entscheiden, ob sie Einspruch gegen den Megadeal erheben oder nicht.
Die Transaktion wäre die bisher größte chinesische Übernahme im Ausland. Zudem wäre sie ein wichtiger Schritt in der Strategie des Landes, die Entwicklung seiner Landwirtschaft durch moderne Biotechnologie voranzubringen.

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