Börsen in Frankfurt und London planen Zusammenschluss
Mittwoch, 24.02.2016.
10:23
Durch den Zusammenschluss würde der mit Abstand größte europäische Börsenbetreiber entstehen. Man strebe einen Zusammenschluss unter Gleichen an, teilten die Unternehmen mit. Geplant sei ein gemeinsames paritätisches Board. Die Aktionäre der Deutschen Börse würden an dem fusionierten Unternehmen 54,4 Prozent der Anteile halten, die Eigner der LSE den Rest. Zusammen wären beide Konzerne 25 Milliarden Euro wert. Allerdings heißt es in der Bekanntmachung auch, es sei nicht sicher, ob die Diskussionen wirklich zu einem Ergebnis führen würden.
Der seit vorigen Sommer amtierende Chef der Deutschen Börse, Carsten Kengeter, kündigte bereits Mitte des Monats an, er wolle die Deutsche Börse weltweit zur Nummer eins oder zwei machen. Dieses Ziel kann er nur durch Übernahmen oder eine Fusion erreichen.
Es ist nicht der erste Fusionsversuch der beiden Börsenbetreiber. Im Frühjahr 2005 wollte die Deutsche Börse schon einmal den Rivalen übernehmen, doch in der Londoner City gab es dagegen enormen Widerstand. Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter hat im vergangenen Jahr mehrere mittelgroße Übernahmen gestemmt.
Die Ankündigung stieß bei den Aktionären auf Begeisterung. Die Papiere der Deutschen Börse legten in der Spitze um knapp neun Prozent zu, die des Londoner Rivalen, zu deren Reich auch die Börse in Mailand gehört, sogar um gut 20 Prozent.

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