2,6 Millionen Dollar Schadensersatz für zu heißen Kaffee
Donnerstag, 10.12.2015.
11:55
Liebeck befand sich als Beifahrerin im geparkten Auto ihres Enkels, als sie den gesamten Kaffee beim Entfernen des Plastikdeckels vom Schaumpolystyrol-Becher verschüttete. Da sie den Becher zwischen den Knien hielt, floss der Kaffee über ihre Beine und kam – da er von der Jogginghose aufgesaugt wurde – längere Zeit mit der Haut in Berührung.
Liebeck erlitt dadurch Verbrühungen dritten Grades auf zwischen 6 % und 16 % ihrer Körperoberfläche und verbrachte acht Tage im Krankenhaus, wo auch eine Hauttransplantation durchgeführt wurde. Die geforderten 20.000 US-Dollar als Ersatz der Behandlungskosten und sonstiger Schäden wurden von McDonald’s jedoch verweigert, angeboten wurden 800 Dollar. Liebeck versuchte zweimal eine außergerichtliche Einigung mit dem Konzern, bevor es zur Klage kam.
Der New Mexico District Court sprach Stella Liebeck in erster Instanz 200.000 US-Dollar Schadensersatz (aufgrund zwanzigprozentigen Mitverschuldens auf 160.000 US-Dollar herabgesetzt) sowie 2,7 Millionen US-Dollar Strafschadenersatz (Punitive damages) zu. Die Höhe des Schadensersatzes legte die Jury dabei zunächst auf den Gewinn von zwei Tagen fest, den McDonalds allein mit dem Verkauf von Kaffee erzielte.
McDonald’s Corporation SAD

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