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Lynsi Snyder, Inhaberin von In-N-Out - Geheimnisvolle Burger-Königin

Quelle: eKapija Montag, 19.10.2015. 10:27
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Podeli
(Lynsi Snyder)
In der nächsten Woche, am 22. Oktober, wird es genau 67 Jahre sein, seitdem Harry und Esther Snyder ein kleines Fast-Food-Restaurant "In-N-Out" im kalifornischen Städtchen Baldwin Park, in der Nachbarschaft der weltweit bekannten Fast-Food-Kette "McDonalds" eröffneten. Derzeit gibt es 304 Restaurants mit dem Namen "In-N-Out" im gesamten Südwesten der USA. Und, was sehr ungewöhlich für Unternehmen dieser Art ist, sind die Restaurants immer noch zu hundert Prozent im Besitz der Familie Snyder.
Der Familie ist gelungen, dem Profitgier zu widerstehen, und stüzt sich bei der Unternehmensführung auf ihrer tief religiösen, christlichen Tradition. Einer der wichtigen Aspekte davon ist das Leben weit entfernt von den Augen der Öffentlichkeit, wie im Falle der fünften Generation an der Spitze des Unternehmens Lynsi Snyder.
Das Rampenlicht meidet Lynsi Torres, Interviews gibt sie keine. Bis zum Alter von 30 Jahren verwaltete ein Trust ihre Anteile. Nun hält sie die Hälfte des Familienunternehmens, dass einst ihre Großeltern gründeten. Mit 35 wird sie die volle Kontrolle haben.
Ihr Vermögen schätzt die US-Nachrichtenagentur Bloomberg auf etwas mehr als eine Milliarde Dollar.
So scheu sie in der Öffentlichkeit ist, so heftig lässt es Lynsi aber gern in ihrer Freizeit krachen.
Sie fährt sogenannte Drag Races, Beschleunigungsrennen, bei denen die Boliden binnen Sekunden mehrere Hundert Stundenkilometer erreichen können. Schon mit 12 nahm sie zum ersten Mal an einem Rennen teil. Die Begeisterung für den gefährlichen Sport hat sie von ihrem Vater und Großvater geerbt, die ebenfalls Rennen fuhren.

Turbulent auch Lynsi Torres' Privatleben: Die Mutter von drei Kindern ist mittlerweile zum dritten mal geschieden. 2012 kaufte sie ein gewaltiges Anwesen in Bradbury (Kalifornien) mit sieben Schlafzimmern und 16 Bädern. Preis: rund 17 Millionen Dollar.
(FotoYouTube/screenshot)
Gleichzeitig gilt die Jung-Milliardärin mit den langen blonden Haaren als sehr christlich, gründete eine Stiftung, die sich in Indien und Afrika engagiert.
Geschäftlich führt Lynsi die Erfolgsgeschichte von "In-N-Out-Burger" fort, die 1948 in Kalifornien begann. Damals eröffneten Harry und Esther Snyder, Großeltern von Lynsi, den ersten Drive-Through-Burgerstand des Bundesstaates.
Beide bauten die Firma behutsam auf. 1976, als Harry Snyder starb, zählte die Kette 18 Filialen. Fortan führte Harrys jüngster Sohn Richard die Geschäfte, bis er 1993 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Das Firmennetz war bis dahin auf über 90 Filialen gewachsen.
Guy Snyder, Richards älterer Bruder und Vater von Lynsi, übernahm. Doch auch er starb 1997 vorzeitig. Die Autopsie ergab eine versehentliche Medikamenten-Überdosis.
Bis zum ihrem Tod 2006 leitete Lynsis Großmutter Esther Snyder die Firma.
An der familiären Verwurzelung von "In-N-Out" will auch Lynsi Torres nicht rütteln, wie sie in einer Firmenmitteilung im vergangenen Jahr deutlich machte: "Wir werden ein privat geführtes Unternehmen bleiben. Unsere Qualität werden wir auch weiter sichern, indem wir langsam wachsen und all unsere Restaurants selbst führen, statt Lizenzen an Franchise-Nehmer auszugeben."
Heute zählt "In-N-Out-Burger" rund 280 Filialen. Der Erfolg hat selbst Anlage-Guru Warren Buffet hellhörig gemacht, der einmal äußerte, die Kette gerne besitzen zu wollen.
Der Burgerbrater hat sich mittlerweile einen regelrechten Kultstatus erarbeitet, was nicht zuletzt an der Frische der verwendeten Zutaten liegen soll. Das Fleisch wird laut Firmenangaben täglich frisch zubereitet und an die Filialen ausgefahren. Kein Restaurant der Kette liegt weiter als eine Tagesfahrt von der Fleischfabrik entfernt.
Der Werbespruch des Unternehmens lautet "Quality You Can Taste", was so viel bedeutet wie „Qualität, die Sie schmecken können“. Um das qualitätsbewusste Image zu fördern, werden die Pommeskartoffeln für den Kunden sichtbar frisch geschält und gewürfelt. Auch der Salat wird frisch gewaschen und gezupft.
Um dennoch einen konkurrenzfähigen Preis bieten zu können, verzichtet das Unternehmen auf umfangreiche Auswahl und bietet nur drei verschiedene Burger an. Neben den offiziellen Burgern gibt es noch so genannte "Not-So-Secret Menues" (damit werden die Burger variiert), deren Bestellcodes u.a. im Internet zu finden sind.
Eine weitere Besonderheit dieser Burgerkette ist die Präsenz persönlicher Vorlieben der Gründer. So sind z. B. auf der Unterseite der Milchshake- und Getränkebecher Bibelstellen angegeben, oder es werden vor den meisten Filialen zwei gekreuzt wachsende Palmen gepflanzt.
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