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Toyota und Nissan rufen weltweit drei Millionen Autos zurück

Quelle: Tanjug Donnerstag, 25.06.2015. 15:56
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Podeli

Innerhalb weniger Wochen ruft Toyota bereits zum zweiten Mal Millionen Fahrzeuge zurück. Erneut geht es dabei um mangelhafte Airbagsysteme des japanischen Zulieferers Takata, wegen derer der weltgrößte Autobauer eigenen Angaben zufolge bei insgesamt rund 2,86 Millionen Fahrzeugen den Gasgenerator am Beifahrerairbag austauschen muss.

Laut Toyota sind in Europa 1,7 Millionen Modelle betroffen. Fest stehe, dass es sich um Modelle der Toyota-Baureihen Corolla, Yaris und Avensis sowie den Lexus SC 430 handelt. Betroffen seien Fahrzeuge des Produktionszeitraums von April 2003 bis Dezember 2008.

Die betroffenen Fahrzeughalter würden über das Kraftfahrtamt ermittelt und von Toyota über den Rückruf informiert. Der Tausch des Gasgenerators dauere bis zu 2,5 Stunden (Toyota Modelle) und 5,5 Stunden (Lexus SC 430).

Auch Nissan erweitert seinen Rückruf wegen möglicher Sicherheitsmängel an den Gasgeneratoren der Takata-Beifahrerairbags aus: Der Hersteller ordert weltweit weitere 198.000 Autos zurück in die Werkstätten. Davon sind eigenen Angaben zufolge rund 20.000 Fahrzeuge in Europa betroffen. Auch hier werden die Halter angeschrieben.

Bei dem Fehler, der die Branche seit Jahren belastet, können die Airbags unkontrolliert explodieren und dabei Metallteile herumschleudern. Mindestens sechs Menschen kamen in der Vergangenheit wegen der defekten Luftkissen ums Leben. In den USA hat Takata - auf Drängen der Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA - deswegen einen Rekord-Rückruf von insgesamt rund 34 Millionen Autos veranlasst. Branchenweit betrifft der Defekt mehr als 53 Millionen Fahrzeuge. Zahlreiche Modelle mussten bereits mehrfach überprüft werden.

Takata sucht derweil weiter nach der Hauptursache für die lebensgefährlichen Explosionen der Luftkissen. Zudem untersucht das Unternehmen, ob das wichtigste Treibgas in den Airbags, Ammoniumnitrat, unter bestimmten Bedingungen anfällig ist.

Takata-Chef Shigehisa Takada räumte ein, dass ein Ende der Untersuchungen noch nicht absehbar sei. Die interne Aufarbeitung des Problems laufe nicht gut, sagte Takada auf der Hauptversammlung des Unternehmens.

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