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Bosch: Mitarbeiterideen sparen 395 Millionen Euro

Quelle: Tanjug Mittwoch, 04.03.2015. 13:04
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Podeli

Den Ideenreichtum seiner Mitarbeiter nutzt Bosch seit 90 Jahren systematisch: Allein in den letzten zehn Jahren erreichten die Einsparungen durch betriebliche Verbesserungsvorschläge in Deutschland rund 395 Millionen Euro.

Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen prämierte im vergangenen Jahr Ideen seiner Beschäftigten an deutschen Standorten mit 7,7 Millionen Euro. Die dadurch erzielten Einsparungen betrugen rund 33 Millionen Euro. Insgesamt reichten gut 21 900 Mitarbeiter ihre Verbesserungsvorschläge ein – ein Plus von 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zuletzt erhielt Bosch den „DeutschenIdeenPreis 2014“ für das beste Ideenmanagement als Automobilzulieferer.

Mitarbeiter können bei Bosch an jedem Standort Verbesserungsvorschläge einreichen. Dabei handelt es sich um Ideen, wie etwa betriebliche Abläufe und Prozesse optimiert, Produktqualität gesteigert, Verschwendung vermieden oder die Umwelt geschützt werden können. Diese können auch über das unmittelbare Aufgabengebiet hinaus gehen. Folgen aus einer umgesetzten Verbesserung finanzielle Einsparungen, wird der Mitarbeiter mit einer Prämie beteiligt. Sie kann bis zu 150 000 Euro betragen.

Neben diesem so genannten betrieblichen Vorschlagswesen setzt Bosch auch auf eine systematische Ideengenerierung. "Unsere Ideengewinnung geht über das reine Einreichen von Vorschlägen hinaus", erklärt Peter Schmid, verantwortlich für das Ideenmanagement in der Bosch-Gruppe.

"In Workshops erlernen etwa Koordinatoren, wie sie die Mitarbeiter an ihren Standorten mit Kreativitätsmethoden aktiv unterstützen können. Wissensplattformen, Beratung, Netzwerke, Workshops und Qualifizierungsangebote helfen, kontinuierliche Verbesserungen zu erzielen." Sogar eine Ausbildung zum "Bosch Innovation Agent" ist möglich.

In Zukunft wird das Ideenmanagement weltweit noch einfacher. Zwar können heute schon viele Mitarbeiter Verbesserungsvorschläge elektronisch am Computer einreichen. Doch die bisher unterschiedlichen IT-Systeme einzelner Standorte sollen innerhalb und außerhalb Deutschlands zu einer einheitlichen Lösung zusammengeführt werden.

Zum Beispiel setzt das Werk im indischen Jaipur bereits auf ein Online-System. Jeder Mitarbeiter im Werk kann sich damit an leicht zugänglichen Terminals informieren: Hat sich der Chef die Idee schon angeschaut? Wird sie umgesetzt? Damit lebt auch die Idee von Robert Bosch weiter, die alle Mitarbeiter verbindet: "Keiner soll mit dem Erreichten sich zufrieden geben, sondern stets danach trachten, seine Sache noch besser zu machen."

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