Regierung bereitet Aktionsplan für Unternehmen in Umstrukturierung vor
Dienstag, 10.02.2015.
22:48
Die Regierung Serbiens bereitet ein Aktionsplan für Unternehmen in Umstrukturierung vor, gab der Finanzminister Dušan Vujović am Montag (10. Februar 2015) bekannt. Unternehmen, die keine Chance für die Privatisierung haben, sollten liquidiert werden. 40% aller Berufstätigen in Serbien arbeiten für den Staat, beträchtlich mehr als in anderen Wirtschaftssektoren.
- Die Reform der Verwaltung ist von großer Bedeutung nicht nur wegen der Kosten, sondern auch für die Erhöhung der Effizeinz und für den ausgeglichenen Einsatz von Mitarbeitern - sagte Vujović in einem Intervie für die Februarausgabe des Magazins "BIZLife".
Von der Reorganisation des Staates und der strategischen Verringerung der Mitarbeiterzahl können wir zwei Ergebnisse erwarten: die Kostenreduzierung sowie das Signal, dass nicht mehr der Staat, sondern der Privatsektor den Tempo der wirtschaftlichen Entwicklung diktieren wird, glaubt Vujović,
- Wir möchten keinen Stellenabbau, wir möchten neue Arbeitsplätze schaffen, für jene, die Kenntnisse und Erfahrungen vermarkten können, wie Ingenieure, Innovatoren und Unternehmer - unterstreicht der Finanzminister.
Sehr optimistisch, wenn es um das neue Arrangement mit dem IWF geht, gab Vujović bekannt, dass die Konsolidierung des Staatshaushalts zum größten Teil auf der Abschaffung der Subventionen und Garantien für öffentliche Unternehmen sowie auf ihrer Rationalisierung beruhe, sowie auf der effizienteren Steuereinziehung.
Die Telekom Srbije sei, seiner Meinung nach, ein gutes Beispiel dafür, dass Serbien über das Kapital für die notwendigen Investitionen in den Telekomanbieter nicht verfüge. Die Regierung will ihn deshalb einem seriösen Investor überlassen, der seine Marktposition bewahren und stärken kann, natürlich zu einem guten Preis.
- Wir eröffnen die Phase, in der wir einen Privatisierungsberater für den Verkauf der Telekom suchen, um dem Unternehmen die optimalen Bedingungen für den freien Wettbewerb auf dem regionalen Telekommunikationsmarkt zu schaffen - sagt er.
Auf die Frage über Pläen für den Flughafen Belgrad antwortete Vujović, dass wir bei der Privatisierung darauf achten müssen, die Entwicklungsperspektiven des Flughafens als einer der Motoren der wirtschaftlichen Entwicklung Serbiens nicht zu verringern.
- Er muss der Fluggesellschaft "Air Serbia" den Raum für die Ausübung der Geschäftstätigkeit sichern, aber zugleich die Entwicklung von Kargo- und anderen technischen Dienstleistungen ermöglichen. Wir möchten nicht, dass eventuelle ausländische Käufer unseren Markt durch Privatisierung überschwemmt und die Investitionen in die weitere Entwicklung des Flughafens stoppt, und unseren Mitbewerbern dadurch Raum für die Entwicklung befreit. Wir möchten, andere ausländische Fluggesellschaften auf unserem Markt sehen, wollen aber auch Raum für unsere nationale Flugesellschaft sichern - erklärt Vujović.
Wenn es um den Stromanbieter EPS und das Eisenbahnverkehrsunternehmen "Železnica Srbije" geht, erklärte Vujović, dass die Regierung die Strukturreform dieser wichtigen öffentlichen Unternehmen durch Strukturkredite unterstützen und beschleunigen will. Das schließe, laut seinen Worten, die Umwandlung in Aktiengesellschaften, Reduzierung der Mitarbeiterzahl, Verbesserung der Leistungen und der finanziellen Infrastruktur ein.
Ministarstvo finansija Republike Srbije
Vlada Republike Srbije
Međunarodni monetarni fond-MMF Beograd
Telekom Srbija a.d. Beograd
A.D. Aerodrom Nikola Tesla Beograd
Air Serbia ad Beograd
Elektroprivreda Srbije ad Beograd
Železnice Srbije a.d. Beograd

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