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Zentral Bank Serbiens kann nicht wie ECB handeln

Quelle: Politika Montag, 26.01.2015. 01:57
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Podeli

Was der Europäischen Zentralbank (ECB) erlaubt ist, ist der serbischen Zentralbank noch lange nicht erlaubt. Diese Paraphrase der bekannten latainischen Redewendung fasst vielleicht am besten die Einstellung der serbischen Volkswirte zur Position und Möglichkeiten der serbischen Zentralbank bezüglich der aktuellen Kreditkrise, in Hinsicht auf die von der ECB angekündigten Maßnahmen für den März dieses Jahres.

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird beginnend im März 2015 bis Ende September 2016 monatlich für 60 Milliarden Euro - also in Summe für 1,14 Billionen Euro - Staatsanleihen und andere Wertpapiere aus den Euro-Länder aufkaufen. Damit sollen Milliarden Euro in die Wirtschaft gepumpt werden - als Stütze für die schwache Konjunktur. Das Programm soll solange laufen, bis das Inflationsziel von einer Teuerung von maximal zwei Prozent absehbar ist.

Ähnliche Maßnahmen zur Förderung der Nachfrage, der Produktion und Beschäftigung würden nicht zu erwünschten Ergebnissen in Serbien führen, glaubt Stojan Stamenković, Koordinator der Forschungsprojekte des Magazins "Makroekonomske analize i trendovi" (Makroökonomische Analysen und Trends).

- Solche Einmischung der Zentralbank würde nur den Import fördern - sagt Stamenković und fügt hinzu, dass die serbische Zentralbank, eventuell, nur den Leitzzins senken kann.

- Solche Maßnahme würde in unserem Fall nur die Teuerung in die Höhe treiben, und nicht die Produktion. Wenn sie Geld haben, entscheiden sich unsere Bürger, leider, für importierte Waren.

Seine Meinung teilt Milojko Arsić, Professor an der Belgrader Fakultät für Wirtschaftswissenschaft.

- Die Nachfrage nach Dinar ist gering, so dass man dadurch nur die Nachfrage nach Devisen erhöhen und zum Anstieg des Wechselkurses führen würde - so Arsić.

- Unsere Zentralbank tut genau das Gegenteil. Sie verhindert den Anstieg des Wechselkurses, weil die großen Abweichungen viele Schuldner, Unternehmen und Bürger, in den Bankrott treiben würden. Die Zentralbank verkauft deshalb Devisen, um den Anstieg des Wechselkurses zu verhindern.

Serbien hat in Wirklichkeit ein Zwei-Währungssystem, erinnert Arsić. Gehälter sind in Dinar, aber alles wird in Euro berechnet und bezahlt. Wir können deshalb den Maßnahmen der ECB nicht folgen. Die Banken in Serbien sind hoch liquied, investieren aber das Geld nicht in die Wirtschaft, sondern in Devisen.


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