MILLER: "Turkish Stream" ist einzige Alternative zur Ukraine
(Alexej Miller)
Nach Ansicht von Alexej Miller, Chef des russischen Staatskonzerns Gazprom, ist die geplante Gasleitung durch die Türkei die einzige alternative Route für die 63 Milliarden Kubikmeter Erdgas, die derzeit durch die Ukraine nach Westen geliefert werden.
Das Kapitel South Stream sei beendet, "nun steht Turkish Stream auf der Tagesordnung", sagte Miller am Mittwoch in Moskau, wie die bulgarische Nachrichtenagentur BGNES berichtete. Der Gazprom-Chef legte der EU nahe, die entsprechende Infrastruktur vorzubereiten, um Gas aus der neuen Pipeline zu beziehen. Die Zeit dränge, so Miller.
Mit seinen Aussagen machte Miller einen Strich durch die Rechnung des bulgarischen Ministerpräsidenten Bojko Borissow, der sich nach der Absage des russischen Präsidenten Wladimir Putin für die umstrittene Gasleitung South Stream eine Alternative überlegt hatte. Demnach sollte Russland wie geplant den Unterwasserabschnitt unter dem Schwarzen Meer hindurch bis an die bulgarische Küste bauen. Von einem Gasspeicher nahe der Hafenstadt Warna aus sollte dann die EU das russische Gas an Serbien, Mazedonien, Griechenland, Rumänien, Ungarn, Slowenien, Österreich und Bulgarien verteilen.
Für diese Idee sollte der EU-Kommissar für die Energieunion, Maros Sefcovic, bei seinen Gesprächen am Mittwoch in Moskau werben. Nach dem Statement von Gazprom-Chef Alexej Miller blieb jedoch unklar, ob die bulgarische Alternative überhaupt zur Sprache gekommen ist.
Gazprom Moscow

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