Nach der Unterzeichnung der Vereinbarung im Regierungsgebäude in Belgrad wies Blagojevic darauf hin, dass 10 Mio. EUR davon von den EU-Ländern gespendet worden seien, während restliche 40 Mio. EUR einen EIB-Kredit darstellen.
- Wir werden damit alte Asbestrohre ersetzen lassen und Verluste im Wasserversorgungsnetz reduzieren, die in manchen Ortschaften sogar 70% übertreffen - sagte Blagojevic.
Er kündigte die Einführung der automatischen Steuerung, die eine reibungslose Versorgung mit Wasser in den folgenden Jahrzehnten garantieren sollen.
Fast 60 kommunale Selbstverwaltungen seien, laut seinen Worten, in eine breitere Auswahl gezogen, und sie hätten bereits mti der Vorbereitung von Projektunterlagen begonnen. In der ersten Phase soll die Wasserversorgung in maximal 25 Gemeinden verbessert werden, aber schon jetzt werde über einen weiteren Kredit im Wert von 200 Mio. EUR für die Verbesserung der Wasserversorgung, Bau von Kläranlagen und Kanalisation verhandelt.
- Die Gemeinden, welche die Projektunterlagen am schnellsten vorbereiten, sollen das Geld in der ersten Phase erhalten - so Blagojevic.
Die EIB-Direktorin für Westbalkan, Dubravka Negre, sagte, dass die EU-Spende von 10 Mio. EUR die größte sei, die biser einem westbalkanischen Staat gewährt worden sei.
- Der Kredit und die Spende sollen eine entsprechende Wasserversorgung für etwa 600.000 Einwohner sichern. Dies ist nicht das einzige EIB-Projekt in Serbien. Wir finanieren 300 Projekte, darunter den Verkehrskorridor X, Klinikzentren in Belgrad, Nis und Novi Sad, Forschung und Entwicklung, kleine und mittlere Unternehmen - so Negre.
Sem Fabrizi, Leiter der EU-Delegation in Serbien, sagte, dass "die Wasserqualität von entscheidender Bedeutung für die Bevölkerung in Serbien ist", sowie "dass es um einen wichtigen Teil der Umweltreformen auf dem Weg in die EU darstellt".
- Mit der 10 Mio. EUR Spende wollen die europäischen die koordinierte Unterstützung leisten - so Fabrizi.
Serbiens Ministerpräsidentin Ana Brnabic bedankte sich bei allen Ländern für die Spende, insbesondere bei Italien und Polen, deren Beteiligung am höchsten ist. Sie sagte auch, dass "die Wasserversorgung ein großers Problem in allen kommunalen Selbstverwaltungen darstellt".
Sie erinnerte daran, dass wir "in der Zeit des Klimawandels leben", sowie dass "Wasser eine der wichtigsten Ressourcen darstellt, die wir verschwenden, weil die Wasserverlusten im Wasserversorgungsnetz in manchen Kommunen 70% übersteigen".
- Die Verbesserung der Wasserversorgung ist von großer Bedeutung für die Nachhaltigkeit öffentlicher Unternehmen, deren Verluste auf diese Weise reduziert werden sollen - so Brnabic.
Der EIB-Kredit sei ihren Worten nach sehr günstig, mit einer Laufzeit von 30 Jahren und einem Tilgungsaufschub von fünf Jahren und zu einem Zins von 1,5%.