Ambitionen einheimischer Start-ups wachsen – Ein Viertel strebt Investitionen von über 1 Million Euro an
Eine Studie der „Digital Serbia“-Initiative hat gezeigt, dass die Ambitionen des heimischen Start-up-Ökosystems wachsen und dass globales Wachstum der nächste notwendige Schritt ist, heißt es in der Mitteilung.
Laut der Studie „Start-up Scanner 2026“ planen 72,1 % der Start-ups, in diesem Jahr externe Investitionen einzuwerben, und 25,4 % streben eine Finanzierungsrunde von über einer Million Euro an – dreimal so viele wie im Vorjahr (7,6 %).
Auch der Zugang zu qualifiziertem Kapital verbessert sich: Business Angels finanzierten 23,1 % der Start-ups, Inkubatoren und Acceleratoren 23,8 %. Bislang haben 29,9 % der Start-ups externe Investitionen erhalten, und 9,5 % verzeichnen ein monatliches Umsatzwachstum von über 10 %. Mehr als ein Drittel der Start-ups (36,7 %) generiert noch keine Umsätze, während 77,6 % einen Jahresumsatz von unter 150.000 Euro erzielen. Nur 3,4 % der Start-ups haben die Millionengrenze überschritten.
59,2 % der Start-ups nutzten Zuschüsse und nicht rückzahlbare Mittel, während 61,9 % ausschließlich auf Eigenmittel und/oder Zuschüsse setzten, ohne Smart Capital einzubeziehen.
Von den Start-ups ohne monatliche Einnahmen planen 77,4 %, sich auch 2026 weiterhin primär über Zuschüsse zu finanzieren. Laut den Forschungsergebnissen erzielen Start-ups, die Zuschüsse mit Investorenkapital und Markterfolge kombinieren, deutlich bessere Geschäftsergebnisse.
Gründer im heimischen Start-up-Ökosystem sind im Durchschnitt 38 Jahre alt, und 88,9 % von ihnen verfügen über einen Hochschulabschluss. Der Anteil weiblicher Gründer stieg von 17,8 % auf 21,5 %.
Auch der Anteil der Gründer, die aus dem Ausland zurückkehren, ist gestiegen und liegt nun bei 18,5 %. Ebenso hat der Anteil der Gründer mit Erfahrung in Management, Marketing und Vertrieb zugenommen – 68 % der Start-ups haben mindestens einen Gründer ohne technischen Hintergrund, gegenüber 62,6 % zuvor.
Serbien bleibt der aktivste Markt (40,8 % der Start-ups) und wichtigste Zielmarkt (25,9 %). 69,4 % der Start-ups planen, bis 2026 in neue Märkte zu expandieren.
Start-ups in Serbien nennen weiterhin den Zugang zu Finanzierung (60,5 %) sowie die Gewinnung von Nutzern und Kunden (37,4 %) als zentrale Herausforderungen. Was die Beschäftigung angeht, bleibt der Vertrieb die gefragteste Position – 48,3 % der Startups nennen sie.
Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen sind in den Produkten von 51 % der Start-ups integriert – ein Anstieg von 10 % innerhalb eines Jahres. Zudem arbeiten nur noch 44,4 % der Gründer ausschließlich an ihrem Start-up, verglichen mit 60,1 % im Vorjahr. Dies spiegelt teilweise die finanzielle Realität wider, mit der die meisten Startups nach wie vor konfrontiert sind.
Europa ist das Ziel für 98 % der internationalisierungswilligen Start-ups, die USA für 59,8 %. Die Daten zeigen, dass Start-ups, die von Anfang an ein Produkt für den globalen Markt entwickeln, deutlich höhere Chancen auf Investitionen und schnelles Wachstum haben.
- Nach sechs Jahren zeigt der Start-up Scanner deutlich ein Ökosystem, das sich parallel in zwei Richtungen entwickelt: Es wächst zwar ambitioniert, steht aber weiterhin vor der Herausforderung, diese Ambitionen in konkrete Ergebnisse umzusetzen. Gründer sind besser ausgebildet, internationaler orientiert und besser darauf vorbereitet, Kapital zu gewinnen als je zuvor - so Tanja Kuzman, Direktorin der Digital Serbia Initiative.
Sie fügte hinzu, dass die zentrale Herausforderung für das serbische Start-up-Ökosystem unverändert bleibe: die Kluft zwischen den Zielen der Gründer und der operativen Realität zu überbrücken.
- Dafür brauchen wir noch mehr qualifiziertes Kapital, eine stärkere kommerzielle Ausrichtung und ein Unterstützungssystem, das Start-ups marktorientiert fördert, anstatt sie von Fördergeldern abhängig zu machen - betonte Kuzman.
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