Paradies auf dem See Zvorničko jezero - Stadt Mali Zvornik bereitet Projekt eines schwimmenden Hotels mit getrennten Appartements, Konferenzsälen, Restaurant vor
(Wie das schwimmende Hotel aussehen sollte)
Zum ersten Mal in Serbien und auf dem ganzen Balkan könnte eine Gemeinde ein schwimmendes Hotel aus Teilen bekommen. Der Ideenentwurf und der Standort sind bereit, und man wartet jetzt, wie üblich, auf einen seriösen Investor. Das wäre die größte Investition in der Stadt Mali Zvornik seit dem Bau des Wasserkraftwerks, erzählte der Direktor der städtischen Tourisitschen Organsiation, Vojislav Stamenković, für das Wirtschaftsportal "eKapija".
Die Idee stammt von Stamenković persönlich, und das Projekt wurde vom Salt & Water Design Studio erstellt.
Das Hotel würde auf dem Ufer des Sees Zvorničko jezero gebaut werden. Drei Standorte sind bereit, aber man wird sich am wahrscheinlichsten für den Standort "Culinska ada" entscheiden.
Das Salt & Water Design Studio hatte die Aufgabe, ein Hotel-Schiff zu projektieren, als eine touristische Sehenswürdigkeit, die zugleich die höchsten Qualitäts- und Sicherheitsnormen erfüllen muss. Das Hotel ermöglicht, dem Projekt nach, einen individuellen Urlaub für Gäste, die Absonderung von anderen und Vereinsamung auf einem guten Platz zum Angeln. Es handelt sich um die Kombination von zwei widersprüchlichen Forderungen in einem Angebot, unterstreichen die Autoren des Projekts.
Klappbares Hotel
(Innenraum eines Appartements)
Ein zentrales Floß mit der Rezeption, Restaurant, Event-Saal, Büros und Cafe ist über Pontons mit schwimmenden Appartements verbunden.
Das zentrale schwimmende Objekt hat zwei Etagen. Vertikale Holzjalousien lassen sich einstellen und man kann dadurch die Beleuchtung des Innenraums kontrollieren und eine Verbindung zwischen Gästen und der Umgebung schaffen.
Jedes Appartement ist eine Einheit für sich. Es besteht aus einem Wohnraum mit der Küche, Schlafgalerie, Bad, Diele und große Terasse. Appartements verbinden Gäste mit der Natur, sie bieten ihnen einen Stück Himmel und See sowie die vollständige Isolation vom hektischen Alltag und Stress.
Abhängig vom Interesse können den vorgesehenen 20 Appartements noch einige getrennte Einheiten zugefügt werden, behauptet der Autor. Es handelt sich um ein ständig eröffnetes Projekt.
Finanzierung und Zweck
(Teil des Hauptfloßes)
Schon Ende dieses Monats nimmt der Geschäftsführer der Touristischen Organisation Mali Zvornik an einer Investitionskonferenz in Novi Sad teil, wo er das Projekt potenziellen Investoren präsentieren sollte.
Die Finanzierung und Kapitalanteile sollten erst dan besprochen werden. Der Wert der Investition wurde noch nicht präzisiert, man spekuliert momentan mit "einigen Mio. Euro".
Die Gemeinde ist völlig bereit. Sie stellt den Standort zur Verfügung und kümmert sich um die Zufahrtstraßen, Strom- und Wasserversorgung.
Der See Zvorničko jezero und der Fluss Drina sind sehr beliebte Reiseziele für Touristen und Sportfischer. Hiesige Gewässer sind reich an Fisch, an Wels, Nasen und Aland. Die Veranstaltungen wie Wels-Festival oder Nasen-Festival ziehen immer mehr Touristen aus Serbien und dem Ausland an.
Ausländer sind die wichtigste Zielgruppe des Projekts, erfährt "eKapija", weil die Unterkunftspreise her überdurchschnittlich wären.
30-40 Stadtbewohner würden im Hotel eine Beschäftigung finden. Für den Bau würde man Bauunternehmen aus Mali Zvornik engagieren und, wenn es möglich ist, Baumaterialien aus der Umgebung Vorrang geben, behauptet Stamenković.
(Appartements von außen)
Nach der Eröffnung des Hotels wäre es gut, wenn man in jedem Stadtteil vom Stadtzentrum bis Velika Reka (Stadtteil am Fluss) jeden Tag ein Markt organisieren würde, auf welchem man Touristen frisch gefangenes Fisch und andere Lebensmittel verkaufen würde, sagt Stamenković.
Nur zweieinhalb Autostunden von Belgrad entfernt
Mali Zvornik befindet sich im Westen Serbiens, im Mittellauf des Flusses Drina. Seine westliche Grenze bildet der Fluß Drina, im Nordosten ist die Stadt Loznica, im Osten Krupanj, im Südosten Ljubovija. Die Stadt ist in der Nähe des Grenzübergangs zur Republik Srpska.
Die Stadt ist 170 km bzw. zweieinhalb Autostunden von Belgrad entfernt. Der Bus braucht drei Stunden von der serbischen Hauptstadt.
J.Đ.

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