Moderne Appartements und Fischerdorf mit authentischen serbischen Häusern - Pläne zur Entwicklung des Kur- und Agrotourismus in Roga bei Pozega
Es ist bekannt, dass es in Serbien viele Heilquellen gibt, die noch immer nicht kommerziell genutzt werden, und man kann dort viele Menschen sehen, die ihre heildende Kraft trotz der unentsprechenden Bedingungen genießen. Um eine Thermalquelle in Roga maximal zu nutzen, machte die Gemeinde Pozega den ersten Schritt und bereitete ein Entwicklungsprogram für den künftigen Badeort Roska Banja vor.
Die Thermalquelle in Roga, nur 15 km von Pozega entfernt, ist noch aus den Zeiten des Osmanischen Reichs bekannt. Man glaubt, dass sie bei Erkrankungen der Gelenke, Nerven, Augen sowie beim chronischen Rheumatismus helfen kann.
Mit Svetlana Dragic, Geschäftsführerin von "C.T.D. 3", Belgrader Firma, die mit der Erstellung der Entwicklungsstudie beauftragt wurde, haben wir die Möglichkeiten für die Entwicklung des Tourismus in dieser Gegend besprochen:
- Die Gemeinde Pozega hat uns die Erstellung eines Entwicklungsprogramms für die Ortschaft Roga anvertraut, bekannt schon längst für eine ergiebige Thermalquelle mit Wassertemperatur von 27°C und bewiesenen balneologischen Eigenschaften. Die Menschen haben bereits ihre heildende Kraft genutzt, obwohl es keine entsprechenden Bedingungen dafür gibt - sagte Svetlana Dragic.
In diesem Teil Serbiens lässe sich, ihrer Meinung nach, nicht nur der Kur-, sondern auch Landtourismus entwickeln.
- In diesem schönen Dorf gibt es mehrere, gut aufbewahrte authentische serbische Bauernhäuser mit Nebengebäuden. Unsere Studie enthält Elemente einer früheren Studie über Agrotourismus, die eine spanische Beratungsfirma erstellt hat. Sie weist auch auf Potenziale der Gemeinde Pozega im Bereich des Landtourismus hin. Vierundvierzig Landwirte, die bei der Präsentation der Studie anwesend waren, haben großes für die Entwicklung des Agrotourismus gezeigt. Sie sollten sich vereinigen und sich um Fördermittel des Finanz- und Bauministeriums bewerben.
In Hinsicht auf die Naturschönheiten wie zahlreiche Quellen, Fluss Rzav und zehn Berge von 800-1.200 m hoch - könnte diese Gegend viele Fans des Ökotourismus in diese Gegend anziehen.
Nach der gründlichen Analyse der Gegend schlug "C.T.D. 3" 16 Standorte, geeignet für die Entwicklung des Kurtourismus vor.
- Wir haben uns mit Grundbesitzern getroffen, die bereit sind, Parzellen zur Verfügung zu stellen oder am Programm als Investoren teilzunehmen. Wir haben ein Zweisternehotel, Appartementsiedlung im Ethnostil, Sporthotel, Kuranstalt, mehrere Villen, Treffpunkt für Bergsteiger und Radfahrer, Fischerdorf, Jugendherberge mit Autocamp u.a. vorgesehen.
Am Eingang des Dorfes, das man Roska Visoravan nennt, sollte, der Studie zufolge, ein Besucherzentrum gebaut werden.
- Die Gemeinde arbeitet jetzt an einem Regulierungsplan, der auf unserer Entwicklungsstudie beruht. Wir schlugen 6 primäre Programme, die die Gemeinde mit eigenen Mitteln unterstützen sollte und sich um die finanzielle Hilfe der Ressortministerien bewerben. Unsere Projekte sollten die weitere Entwicklung des Bads Roga initieren.
Svetlana Dragic meint, dass man hier zunächst eine Kuranstalt bauen sollte, um Gästen die Nutzung der Heilquelle zu erleichtern.
- Zu Ideen, die zunächst zu realisieren sind, gehört vor allem ein Freibad mit einem kleinen Restaurant im Zentrum der Ortschaft. Ihm folgt ein Kurzentrum mit Hotel und Rehabiliationsanstalt, für welche man einen Investor finden sollte. In der vierten Phase sollte man hier einen Sportkomplex im Wert von 1,5 Mio. Euro bauen lassen, der viele Gäste über das Wochenende anziehen könnte. Die fünfte Investition könnte eine Jugendherberge sein, etwas, was die Gemeinde selbst finanzieren könnte.
Zu Objekten mit dem größten Vorrang gehört ein Fischerdorf, das zahlreichen Fischer und Anglern am Rzav viel bessere Bedingungen bieten könnte.
- Ein Fischerdorf sollte am künftigen Stausee Rzav gebaut werden. Um den künftigen Stausee vor der Verschmutzung zu schützen, hat man den Bau in einem Kreis von 500 m vom Seeufer verboten - außer dem Fischerdor.
In die ersten sechs Projekte sollten, Einschätzungen von "C.T.D. 3" zufolge, 22 Mio. Euro investiert werden.
Gästen von Bad Roga stehen momentan Zimmer in Privatpensionen zur Verfügung. Es gibt kein Hotel, nur eine alte, ruinierte Badeanstalt.
S.O.

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