Quelle: eKapija | Dienstag, 24.01.2012.| 16:47
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Šabac baut Stadt in Stadt - Die größte Stadt in Mačva nähert sich dem Fluss - Siedlung für 4.000 Bewohner

(Künftige Siedlung)

Wenn eine Stadt zu eng für alle, die in ihr leben möchten, wird, passiert es nicht selten, dass man ohne Baugenehmigung bzw. illegal baut - überalle und ohne kontrolle... Unbebaute und ungenutzte Grundstücke stellen deshalb Luxus pur für die meisten kommunale Selbstverwaltungen in Serbien. Es ist weniger bekannt, dass die größte Stadt im Gebiet Mačva diesen Luxus seit Jahren genießt. Der jahrzehntelange Traum der Stadtbewohner von der Annäherung an den Fluß könnte bald in Erfüllung gehen.

Nach dem Projekt "Šabac – Stadt am Wasser", initiiert von der Stadtverwaltung, sollte das Saveufer mit dem Stadtzentrum verbunden werden. Im "neuen" Raum sollte eine kleine Stadt für fast 4.000 Bewohner errichtet werden.

In einem Interview für das Wirtschaftsportal "eKapija" erzählt die Architektin der Belgrader Stadtplanungsbehörde Vera Mihaljević, Autorin des Projekts ""Šabac – Stadt am Wasser" - gemeinsam mit der Kollegin Jovankom Đorđević - von Hauptgründen und Vorteilen der Annäherung an den Fluss sowie von Inhalten, welche Bewohner und Investoren erwarten können.

- Wir planen einen neuen Stadtteil, auf einem äußerst attraktiven Standort, an der Save, in einem Teil, der den Rest der Stadt mit dem Fluss direkt verbinden sollte. Das Gelände wurde früher als Deponie genutzt, später wurden hier Kasernen gebaut. Die bewahrte Festung beweist, dass Šabac einst mit dem Fluss unmittelbar verbunden war. Außer einer ruinierten Promenade und Stadtpark gab es keine andere Verbindung mit dem Fluss. Der Stadtverwaltung ist inzwischen gelungen, die Deponie zu sanieren und durch Verhandlungen mit den Streitkräften Serbiens, die Kontrolle über das Gelände zu bekommen.

(Künftige Siedlung und Sport- und Rekreationskomplex)

Das hundertprozentige Eigentum der Stadt am Gelände stellt etwas Seltenes in den letzten 10-20 Jahren dar, erklärt Vera Mihaljević. Das sollte die Planung und den Bau in dieser Zone erleichtern. Es gibt keine Bewohner, die übersiedelt werden müssen, Investitionsgenehmigungen sind unnötig ...

Geplante Stadt wie geplant

Genauso wie der Bürgermeister von Šabac Miloš Simonović versprochen hat, enthält der Plan für den neuen Stadtteil eine Siedlung mit der Grundschule, Kindertagesstätte, Heizkraftwerk, Einkaufszentrum, Geschäftszentrum, Villen. Die Straßen wurden im Einklang mit dem urbanistischen Matrix projektiert, weshalb der Teil an der Save eine natürliche Fortsetzung der Stadt vorstellt.

Der Bau der Infrastruktur wird in Phasen geplant. Durch Verkauf von Grundstücken und mit Gebühren für die kommunale Ausstattung will die Stadt das Projekt finanzieren.

Zum Verkauf sollten, wie geplant, zunächst Baugrundstücke entlang des Großmarktes (Fortsetzung der Straße Kralja Milana) geboten werden. Der Erlös ist für den Bau der kommunalen Infrastruktur vorgesehen.

Die Gemeinde erwartet großes Interesse, nachdem die alte Deponie (Dudara) saniert wurde und in einen Sport- und Rekreationskomplex zu verwandeln ist.

Die Autorin des Projekts behauptet, dass die Stadt durch die Realisierung des Projekts sehr attraktive Objekte bekommen: Marina, Schwimmbad, Sportanlagen, Hotel, Parks, moderne Siedlung, Geschäftszentrum...

(Eines der geplanten Gebäude)

- Die Festung sollte zugleich als ein Teil der Identität der Stadt affirmiert werden. Unser Konzept bietet die maximale Bequemlichkeit nicht nur für Bewohner des Viertels, sondern der ganzen Stadt Šabac - behauptet Vera Mihaljević.


Es handelt sich um eine Fläche von 180.000 m2 angepasst an Bedürfnissen von 4.000 Bewohner. 17 ha sind für den Wohnungsbau vorgesehen, was einer Siedlungsdichte von 400 Bewohner/ha entspricht, präzisierte sie.

Maximale Freiheit bei der Projektierung

Architekten hätten maximale Freiheit bei der Projektierung und Erstellung der Durchführbarkeitsstudie, was ziemlich ungewöhnlich sei, sagte Mihaljević.

Die planmässige Nutzung des öffentlichen Raums sei die größte Qualität der Stadt Šabac, erzählte sie für "eKapija". Šabac ist eine der ersten, nach dem Plan gebauten Städte in Serbien.

- Mir war es sofort klar, dass wir Platz für fehlende Objekte finden sollten - vor allem für einen universalen Saal wie Kulturzentrum, in welcher unterschiedliche öffentliche Veranstaltungen stattfinden können. Öffentliche Flächen wie Promenaden, Parks wollten wir im Einklang mit den internationalen Tendenzen gestalten. Sie sollten nicht mehr nur für die Rekreation dienen, hier sollten in der Zukunft Ausstellungen, Kultur- und Musikveranstaltungen organisiert werden, genauso wie im Belgrader Park "Kalemegdan".

(Künftige Marina)

Mihaljević hat dem öffentlichen Raum in ihrer Machbarkeitsstudie auch eine Ausbildungsdimension gegeben.

- Das einzige Problem ist ein Gleis, der das Ufer von der Stadt trennt. Man hat zwei Überführungen geplant, eine davon deniveliert. Wir hoffen, dass man Bahnübergänge mit Hilfe der modernen Signalanlagen sicher machen und das ungestörte Bewegen der Fußgänger ermöglichen kann.

Marina für Reiseschiffe

Das Projekt "Šabac–Stadt an der Save" sieht den Bau eines Landesstegs für Reiseschiffe mit einem Hotel in der Nähe vom Silos.

Auf dem Feld Mihajlovac, wo die Stadtmesse anlässlich des Kirchenfestes "Mala Gospojina" stattfindet, will man ein Frei- und Hallenbad und ein neues Stadtstadion bauen lassen. Man hat in der Siedlung auch Raum für ein Naturwissenschaftsmuseum und eine Freilichtbühne vorgesehen.

Jelena Đelić

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