Quelle: Politika | Montag, 25.07.2011.| 13:27
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Bau des Wohn- und Geschäftskomplexes in der Rajićeva Straße wird schließlich fortgesetzt - ABD investiert 100 Mio. Euro

(Künftiger Wohn- und Geschäftskomplex)

Der jahrelang verschobene Bau eins Wohn- und Geschäftskomplex auf fast 58.000 m2 in der Rаjićeva Straße in Belgrad wurde endlich wieder aufgenommen. In zwei Phasen, bis 2013, sollten hier ein Einkaufszentrum, Fünfsternehotel und Tiefgarage mit 600 Parkplätzen gebaut werden. Der israelische Investor ABD GmbH gab bekannt, dass die Umsetzung des Projekts ca. 100 Mio. Euro kosten und mehrere hunderte Menschen beschäftigen werde, berichtet die Belgrader Tageszeitung "Politika".

Der Bau auf der Parzelle (1 ha) zwischen den Straßen Uzun Mirkova, Tаdeušа Košćuškа und Knez Mihajlova wurden seit 2003 mehrmals verschoben. Wie lange man auf die Umsetzung des Projekts wartet, illustriert am besten die Tatsache, dass der Auftrag für die Erstellung einer architektonischen und urbanistischen Lösung in der Rаjićeva Straße vor genau 12 ausgeschrieben worden war. Den ersten Preis gewannen damals Architekten milan und Vladimir Lojanica.

Ungekläre Eigentumsverhältnisse, archeologische Ausgrabungen, Probleme mit der Finanzierung wurden als größte Hindernisse für die Realisierung des Projekts genannt. Manche Probleme wurden inzwischen gelöst, so dass man alle Nebengebäude auf der Parzelle abgerissen und mit den Erdarbeiten begonnen hat.

"Der Komplex wird im Einklang mit den ersteilten Genehmigungen und Verpflichtungen gegenüber dem Staat gebaut", behauptet man im Unternehmen ABD.

Das Ministerium für Umweltschutz und Raumordnung bestätigte im August 2009, Projektunterlagen erhalten zu haben, was nach dem Gesetz über Planung und Bau aus dem Jahre 2003 als Grünes Licht für den Baubeginn gilt. Der Komplex wird nämlich innerhalb einer urbanistischen Einheit von großer kultureller und historischer Bedeutung für die Stadt gebaut und unterliegt deshalb verstärkter Kontrolle seitens des Ministeriums und Denkmalsschutzamtes.

Schatten des "Serbischen Königs"

Trotz aller Beweise, dass der Investor im Einklang mit dem Gesetz gehandelt hat, behaupten Vertreter des Netzwerks für Restitution, dass Bogdan Veljković, US-amerikanischer Bürger serbischer Herkunft, den Kampf um sein Eigentum fortsetzen wird. Seine Familie hat vor dem zweiten Weltkrieg das Hotel "Srpski kralj" (dt. Serbischr König) auf einem 12 Ar großen Grundstück an der Ecke der Straßen Tаdeušа Košćuškа und Uzun Mirkova betrieben.

- Das Verfassungsgericht hat auf seiner Initiative beschlossen, dass die Stadt dem Investor den Grundstück gesetzwidrig zur Verfügung gestellt hat, weshalb alle bisher erteilten Genehmigungen umstritten sind - hebt Mile Antić, Koordinator des Netzwerks für Restitution.

- Der Investor hat dadurch die Bezahlung des Pachtzinses vermieden und den Stadthaushalt um 55 Mio. Euro beschädigt. Die öffentliche Fläche bzw. ein Teil der Straßen Rаjićeva und Cara Urosa wurden auch illegal zum Bauland erklärt und dem Investor zur Verfügung gestellt. Das Verfassungsgericht hat bereits beschlossen, dass es um eine verfassungswidrige Handlung geht. Aber, es scheint, das Zuständige das ignorieren wollen - betont Antić.

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