Quelle: eKapija | Montag, 30.08.2010.| 15:34
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Vorbereitung für Wohnungsbau in Voždovac - Alte Grundbesitzer protestieren

Die Vorbereitungen für den Bau eines neuen Wohnkomplexes an Stelle der ehemaligen Kaserne "Vojvoda Stepa Stepanović" im Belgrader Bezirk Voždovac - im Rahmen eines Projekt zum Massenwohnungsbau der Regierung Serbiens - haben heute (30. August 2010) begonnen.

Die Arbeiten wurden symbolisch vom serbischen Minister für Umweltschutz und Raumentwicklung Oliver Dulić gestartet. Hier sollten, Plänen zufolge 4.578 Wohnungen und 147 Ladenlokale gebaut werden.

In der ersten Phase sollte die verlassene Kaserne abgerissen werden, sagte Dulić und fügte hinzu, dass die ersten Wohnngen schon 2012 bezugsfrei werden sollten.

"30.000 Menschen können wir auf dieser Baustelle beschäftigen. 70 von insgesamt 250 Mio. Euro, die wir hier investieren, entfallen auf ihre Löhne", erzählt der Minister.

Ehemalige Grundbesitzer, die heute vor der Kaserne protestiert haben, haben, laut Dulić keinen Rechtsgrund für solche Proteste oder Recht auf Restitution.

- Es ist nicht umstritten, dass diese Grundstücke vor 60 Jahren ihren Vorfahren gehört haben. Sie sind inzwischen in das Staatseigentum überführt und die Baubehörde Serbiens hat sie von den Streitkräfte zu Marktpreisen gekauft - erklärte der Minister.

In der ersten Phase soll die Kaserne abgerissen werden, bestätigte der Leiter der Baubehörde Serbiens Dragan Grujić. Anfang Oktober beginnt der Bau von Wohnungen, so dass die ersten schon im März 2012 fertig gestellt werden können.

Ein Quadratmeter sollte hier (MwSt eingerechnet) weniger als 1.290 Euro kosten. Die Wohnungen dürfen an serbische Staatsangehörige verkauft werden, sogar an jene, die bereits eine Immobilie besitzen. Eine Familie hat aber Recht nur auf eine Wohnung.

Grujić je kazao da je rezervisano više od 3.500 stanova, ali da to ne znači da svi koji su rezervisali stanove ispunjavaju uslove da kupe stan.

Mehr als 3.500 Wohnungen sind bereits reserviert, aber das bedeutet aber nicht ,dass alle Interessenten die Bedingungen für den Kauf dieser Wohnungen erfüllen, erklärte Grujić.

Proteste

Der Vertreter der ehemaligen Grundbesitzer Živorad Životić weist aber darauf, dass sie gegen "eine massenhafte Enteignung von Grundbesitzern seit 1951 protestieren, die durch Expropriation, Nationalisieurund und Pachtung durchgeführt worden ist".

Die Grundbesitzer können ihre Rechte "mit allen notwendigen Dokumenten beweisen". Sie bestehen deshalb auf der entsprechenden Entschädigung - durch Restitution oder Auszahlung.

Die Grundbesitzer haben sich noch früher an zuständige Behörden angewandt, betont er. Der serbische Ministerpräsident Mirko Cvetković habe ihnen empfohlen, sich an das Finanzministerium zu wenden.

Die Grundbesitzer seien, laut Životić, bereit, an das Internationale Gericht in Strassburg zu wenden.

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