rster Großmarkt in Serbien – Reform des öffentlichen Unternehmens "Gradske pijace Beograd"
(Dragan Pušara)
Belgrad soll bald seinen ersten echten Großmarkt bekommen, auf dem es Platz für 250 Großhändler aus ganz Serbien geben soll. Das Projekt soll Ende dieses Monats dem Stadtparlament zur Diskussion gegeben werden. Der neue Großmarkt, gebaut und ausgestattet wie in fast allen anderen europäischen Städten mit mehr als ein Mio. Einwohner, soll auf dem Standort des Marktes "Kvantaška pijaca" in Neu Belgrad, auf einer Fläche von 18 ha gebaut werden.
- Wir haben eine Durchführbarkeitsstudie in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft in Belgrad fertig gestellt und sie soll Stadbehörden in folgenden zehn Tagen zugestellt werden. Wir werden der Stadt die strategische Partnerschaft mit einem europäischen Großmarkt empfehlen – erklärt Dragan Pušara, Direktor des öffentlichen Unternehmens für die Bewirtschaftung von städtischen Märkten "Gradske pijace". Erste Verträge über die Realisierung des Projekts des Großmarktes erwartet man im nächsten Jahr.
Der aktuelle Großmarkt "Kvantaška pijaca" soll geschloßen werden, weil der größte Teil des Umsatzes undeklariert bleibt und von der Steuer nicht erfasst werden kann. Die Transaktionen des Import-Lobbys verursachen großen Schaden sowohl Herstellern aus auch dem Staatshaushalt. Serbien verliert zwischen 7 und 12 Mrd. Dinar jährlich nur an Großmärkten wie dieser in Belgrad.
Der Großmarkt in Belgrad soll das wichtigste Glied in der Versorgungskette sowohl in Belgrad als auch in Serbien sein. Jede Gemeinde aus Serbien sollten 1-2 Vertreter auf dem Großmarkt in Belgrad haben.

Ein organisierter Ort für den Großhandel mit Obst und Gemüse erhöht die Effizienz, senkt die Preise und fördert die landwirtschaftliche Produktion, erklärte der Dirketor von "Gradske pijace". Es handelt sich um einen wichtigen Schritt in der weiteren Bekämpfung von Schattenwirtschaft. Man will auf diese Weise einen organisierten Auftritt serbischer Hersteller am internationalen Markt unterstützen.
Nur durch Modernisierung und Reform lässt sich die traditionelle Rolle der städtischen Märkte bewahren, meint Pušara.
"Konkret und kompromisslos" führt man, laut Pušara, die erforderten Reformen durch, die zur Verbesserung der Hygiene, effizienteren Kontrole der Lebensmittequalität, niedrigeren Preisen und einem beträchtlich reicheren Angebot führen sollen.
Das Unternehmen hat bis Ende September 2009 einen Nettogewinn von 266 Mio. Dinar erzielt, siebenmal höheren als im Vorjahr.

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