Bau eines Hotel- und Geschäftskomplexes an der Ecke der Straßen Rajićeva und Knez Mihailova in Belgrad aufgenommen
Fünf Jahre nach der Umsiedlung des O-Bus-Bahnhofs neben dem Park „Kalemegdan“ nahm man die Bauarbeiten auf dem Grundstück in der Straße Rajićeva ulica auf. In einem Interview für die Belgrader Tageszeitung "Blic" bestätigte der israelische Investor, die Errichtung eines Geschäftskomolexes und eines Fünfsternehotels auf einer Fläche von 46.000 m2 aufgenommen zu haben.
Der Grundstück, der fast einen Hektar zwischen den Straßen Rajićeva, Uzun Mirkova, Tadeuša Košćuška und Knez Mihailova einnimmt, kam am 16. August plötzlich in Schwung. Mit Erde beladenen Kipper fuhren ein und aus, Bäume wurden gefällt, der Bauplatz mit einem Zaun versehen und ein Wachmann eingestellt. Dem israelischen Investor „A.B.D.“ GmbH und seinem serbischen Partner "Unioin inženjering" ist endlich gelungen, eine "Bescheinigung über angemeldete Bauarbeiten" vom Ministerium für Infrastruktur bzw. das grüne Licht für die Realisierung des Projekts zu bekommen.
- Die erste, Vorbereitungsphase hat angefangen. In den nächsten sechs Monaten sollen wir den Grundstück aufräumen, bestehende Infrastruktur umsetzen und Stützmauern bauen. Erst dann können wir mit der Errichtung des geplanten Komplexes anfangen. Wir werden einen Einkaufszentrum, mehrere Büros und Ladenlokale, unterirdische Garagen und das erste Fünfsternehotel im Stadtzentrum mit einer Kapazität von 240 Zimmern bauen. "A.B.D." will rund 100 Mio. Euro in dieses Projekt investieren - erfuhr "Blic" im Sitz der israelischen Firma in Belgrad.
Die authentische architektonische Lösung wurde vom Akademiker, Milan Lojanica, und Dozent, Vladimir Lojanica, unterschrieben. Sie haben mit ihrem Projekt den ersten Preis gewonnen. Das Einkaufszentrum soll 2011 eröffnet werden.
- Das Projekt in der Straße Rajićeva ulica stellt eine der wichtisten Investitionen der Gruppe dar, weshalb es besonders aufmerksam vorbereitet worden war. Mit verschiedenen Inhalten in diesem modernen Komplex wollen wir auf Wünsche und Forderungen sowohl der Stadtbewohner als auch zahlreicher Touristen eingehen – erklärte für „Blic“ Meir Avital, Partner und Vorstand von "Ashtrom", Muttergesellschaft der "A.B.D." GmbH.
Aber nicht alle sind froh über die Aufnahme der Arbeiten in der Straße Rajićeva. Bogdan Veljković, Amerikaner serbischer Herkunft, dessen Großvater vor dem Zweiten Weltkrieg das Hotel „Srpski kralj“ auf einem 12 Ar großen Teil des erwähnten Grundstücks an der Ecke der Straßen Tadeuša Košćuška und Uzun Mirkova betrieben hat, gibt seinen Kampf um das Erbe nicht.
- Wir trafen uns mit dem Minister für Umweltschutz und Raumentwicklung, Oliver Dulić, der uns versprochen hat, dass das Recht und Gesetz eingehalten werden müssen. Alle Bauarbeiten auf unserem Grundstück sind illegal, genauso wie das ganze Projekt, das verboten werden soll - sagte Bogdan Veljković für „Blic“.
Die Direktion für Bauland, die 2003 einen Vertrag über die Gebühr für die Einrichtung des Platzes mit dem israelisch-serbischen Investoer abgeschlossen hat, teilte dem Berichterstatter der Belgrader Tageszeitung nur, dass man damals nur einen kleineren Teil der Summe (65 Mio. Dinar) gezahlt hat. Der Investor muss der Direktion mehr als eine Mrd. Dinar in kommenden Zeit zahlen.
Archäologische Forschungen beendet
Die Bauarbeiten wurden, außerdem, wegen der archäologischen Ausgrabungen verschoben. Die letzte Phase der Forschungen ist zu Ende gekommen und die Ausgrabungsstätte geschützt. Archäologen sollen die Arbeiten weiterhin überwachen.
- Der Grundstück befindet sich zum Glück zwischen dem römischen Lager und der Siedlung, so dass es keine unbewegliche Funde gegeben hat. Wir haben zahlreiche keramische Gegenstände und Münzen aus der Antike ausgegraben – sagte Marko Popović aus dem Institut für Archäologie.

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