Serbien braucht mehr deutsche Investitionen in Auto- und Agrarindustrie
Montag, 25.08.2014.
10:36
Der serbische Premier Aleksandar Vučić hat am Sonntag (24. August 2014) um mehr deutsche Investitionen in Serbien geworben. Die Einladung kommt am Vorabend eines Westbalkan-Gipfels, der auf Initiative der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel am Donnerstag in Berlin stattfindet.
- Wir brauchen mehr deutsche Investitionen in die Auto- und Agrarindustrie - unterstrich der serbische Premier in einem Interview des Nachrichtenmagazins "Focus".
Seine Regierung erwarte von Bundeskanzlerin Angela Merkel, "dass sie hilft, die politische und wirtschaftliche Stabilität auf dem Westbalkan zu bewahren."
Auf den Konflikt zwischen dem Westen und Russland angesprochen unterstrich Vucic, er habe der russischen Führung klar gesagt, dass Serbien Richtung EU gehe. Serbien erkenne zudem die territoriale Integrität der Ukraine an, das heiße, die von Russland annektierte Krim gehörte zur Ukraine.
Andererseits könne es sich sein Land, das in einer Krise stecke, nicht leisten, sich den Wirtschaftssanktionen gegen Russland anzuschließen.
"Wir hängen vom russischen Gas ab, der größte Steuerzahler ist der mehrheitlich russische Konzern NIS", sagte Vucic.
Der mit Russland abgeschlossene Vertrag zur South Stream Pipeline, die russisches Gas an der Ukraine vorbei nach Europa bringen soll, sei gut für Serbien, so der Regierungschef.
"Aber das Projekt hängt am Verhältnis zwischen Russland und der EU. Ohne Zustimmung unserer europäischen Partner kann die Pipeline nicht gebaut werden. Serbische Firmen würden laut Vertrag 500 Millionen Euro beim Bau verdienen. Selbst wenn nie Gas flösse, würden unsere Firmen profitieren", so Vučić.

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