Tschechen suchen nach alternativen Exportmärkten - Lebensmittelhersteller interessiert an Serbien
Freitag, 22.08.2014.
09:57
Tschechische Exporteure, betroffen durch russische Exportbeschränkungen für die EU, suchen nach neuen Märkten für ihre Erzeugnsse in ehemaligen Sowjetrepubliken sowie in Serbien und Bosnien und Herzegowina.
Der Industrie- und Handelsminister Jan Mladek wies an einer Pressekonferenz am Donnarstag (21. August 2014) auf Weißrussland, Kasachstan und Aserbaidschan als potenzielle Exportmärkte für tschechische Lebensmittelhersteller hin. Der Außenminister Lubomir Zaoralek fügte einige arabische und Balkanländer wie Serbien zu dieser Liste hin.
- Tschechische Unternehmen sollten den Handel mit Russland, trotz der Sanktionen, auf dem maximal möglichen Niveau behalten - so Mladek.
Tschechische Exporte nach Russland erreichten im Vorjahr 116 Mrd. CZK (4,14 Mrd. EUR), meldete die Agentur ČTK.
- Wir werden sicher nicht das Szenario aus den 90-er Jahren wiederholen, als tschechische Unternehmen den russischen Markt verlassten haben. Es wäre gut, wenn der Umsatz nur bei sanktionierten Produkten zurückgehen würde - unterstrich der Industrie- und Handelsminister der Tschechischen Republik.

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