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Fiat Panda oder neuer Fiat 500 aus Kragujevac - Fiats Fünfjahresplan ist offiziell

Quelle: Novosti Montag, 12.05.2014. 10:41
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Podeli

In den nächsten zehn Tagen sollte definitiv entschieden werden, ob man das neue Fiat-Modell in Kragujevac herstellen wird. Er könnte schon Anfang 2016 auf den Markt gebracht werden. In einem der modernsten Fiat-Werken weltweit könnte der neue Fiat Panda oder eines der neuen Modelle aus der Familie 500, Hatchback oder Sports Vagon gebaut werden, erfährt die Belgrader Tageszeitung "Novosti".

Die Fiat-Chrysler-Kapitäne Sergio Marchionne und John Elkann, Erbe der Agnelli-Familie, haben viel versprochen. Heute müssen sie liefern. Denn stellten am 6. Mai der neu formierte Weltkonzern Fiat Chrysler Automobiles (FCA) seinen Plan für die nächsten fünf Jahre vor.

"Wir stehen heute vor Ihnen als ein globaler Autohersteller." Zum ersten Mal präsentiere sich Fiat-Chrysler als Einheit.

Die Angestellten beider Konzerne, sagt Marchionne, sind aus der „Hölle zurück und haben überlebt“. In den letzten Jahren investierte das anglo-italienische Konglomerat vor allem in Chrysler - in Anteile wie Autos. Ohne die Europäer (und großzügige Staatskredite) wären die Lichter ausgegangen.

Gleichzeitig durfte Fiat nur wenige und Alfa gar keine neuen Modelle präsentieren, in Europa investierte Fiat nur Mini-Beträge. Warum, ist klar: Chrysler war mit seiner starken Position im riesigen US-Markt die Lebensversicherung.

Jetzt muss, bei allem Verständnis für die Lage, Konkretes her – denn wie bisher geht es nicht weiter. Marchionne erhielt viele Vorschusslorbeeren, in den letzten sechs Monaten stieg der Kurs der Fiat-Aktie um 50 Prozent. Den heute vorgestellten Plan nennt Marchionne „mutig und ambitioniert“. Für Halbheiten hat er keine Zeit mehr. Er muss auch mit Fiat wieder Geld verdienen

Am Anfang steht bei Fiat erneut eine Desinvestition: Das kleine SUV Sedici und der Bravo entfallen noch 2014. Fiat fährt künftig zweigleisig: Ein „vernünftiger“ Niedrigbudget-Fiat mit Panda, Punto und Co, und ein „emotionaler“ Fiat rund um den 500, wo es ruhig etwas mehr kosten darf. Warum? Die Volumenmarken kämpfen, die Premium-Marken verdienen das Geld.

Also: Eine Premium-Reihe bei Fiat. Citroen hat es mit der DS-Linie vorgemacht. Diese Dualität soll schon im Werk beginnen, wo die „vernünftigen“ Fiat in wenigen Ausstattungen auf Vorrat, die „emotionalen“ Fiat dagegen im Auftrag gefertigt werden. Auch im Autohaus sollen die Händler die Modellreihen getrennt voneinander präsentieren.

Die Ikonen Panda und 500 bleiben natürlich, ebenso die 500L-Familie. 2015 folgen ein neues Kompaktmodell und ein „spezielles Fahrzeug“ – vermutlich die Fiat-Version des Mazda MX-5 Roadsters. 2016 folgt der neue Punto: Fiat will das Kleinwagensegment keinesfalls aufgeben, man habe immerhin 22 Millionen Autos in 40 Jahren verkauft. 2017 folgt ein kompakter Crossover. Der Panda wird 2018 überarbeitet.

Und der 500? Ausgerechnet um das Kernmodell der neuen, zweiteiligen Fiat-Welt bleibt es erst mal still. Klar ist nur: Es kommt ein 500X mit Allradantrieb, noch in diesem Jahr.

Keine Fiat-Marke braucht das nötiger als Alfa Romeo. Eine lange Liste von gewonnenen Motorsport-Titeln eröffnet den Ausblick auf die Zukunft. Die soll sich wieder auf ihre Grundwerte besinnen: Faszinierende Motoren, tolle Fahreigenschaften, gutes Leistungsgewicht, schönes Design. Der aufregende Sportler 4C wird zur Vorlage für alle weiteren Modelle.

Deshalb wird Alfa nun organisatorisch von den übrigen FCA-Marken isoliert – über eine formal eigenständige Firma fiel heute allerdings kein Wort. Unter der Aufsicht von zwei Ferrari-Managern planen und bauen 200 Ingenieure das neue Alfa. Ihr Auftrag: Autos, die zwar global zu vermarkten sind, aber innerhalb des Konzerns einmalig. Die sich nur an einem messen sollen: an deutschen Premium-Marken. Und, nebenbei, an strikten Deadlines.

Kein Verkauf von Alfa Romeo und Ferrari, neue Modelle in kurzer Folge und endlich ein Hybrid-Antrieb: Fiat-Chrysler will groß investieren. Denn auch die weltweiten Synergieeffekte, die beim Sparen helfen sollen, kosten zunächst einmal: Chrysler rechnet mit Standardisierungskosten von 1,5 Milliarden Euro bis 2018.

Die Anzahl der Baugruppen soll von 1.200 auf 550 sinken, aus 18 Fahrzeug-Plattformen werden 15. Neun davon sollen massenhaft zum Einsatz kommen, vier Kern-Architekturen sollen 2018 70 Prozent aller Modelle tragen. Eine davon bleibt vermutlich die Compact Wide-Plattform: Sie trägt bereits Alfa Giulietta, Dodge Dart, Chrysler 200, Fiat Viaggio und Jeep Cherokee.

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