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Flughafen auf dem Meer - Futuristisches Projekt eines neuen Flughafens in London

Quelle: Blic Dienstag, 22.04.2014. 02:36
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Londons Flughäfen sind seit Jahren voll ausgelastet. Deswegen soll nach dem Wunsch von Bürgermeister Johnson vor den Toren der Stadt nun ein neuer Aiport entstehen: der London Britannia.

Londons Bürgermeister Boris Johnson möchte mit seinem neuen Flughafen deshalb ganz raus aus der Stadt – nach "Boris Island", auf eine künstliche Insel im Mündungsgebiet der Themse, das so genannte "Thames Estuary", rund 80 Kilometer von London entfernt.

Es sind ambitionierte Vorstellungen, die Architekt Sir Norman Foster für den Flughafen "London Britannia" hat: Futuristisch anmutende Terminals in Schüsselform sollen innerhalb von sieben Jahren viele Millionen Passagiere pro Jahr abfertigen.

Sechs Start- und Landebahnen sind geplant. Testrad hat dafür Baukosten von rund 47,3 Milliarden Pfund, etwa 56,4 Milliarden Euro, veranschlagt.

Anders als die Flughäfen Heathrow und London City, die den Anwohnern in Kingston im Westen und in Canary Wharf im Osten den Schlaf kosten, soll der Britannia-Airport keine zusätzlichen Geräuschbelastungen verursachen, sagte eine Testrad-Sprecherin. "Das Wichtigste ist, dass wir vermeiden, über vielbevölkerte Gegenden Londons zu fliegen", sagte sie.

Falls der neue Flughafen einmal Wirklichkeit wird – die Entscheidung darüber steht noch aus – soll Heathrow geschlossen werden. Aus den Einnahmen der Landverkäufe, so die Hoffnung der Testrad-Planer, könne der Bau des Großflughafens finanziert werden. 300.000 neue Häuser sollen auf dem Gebiet entstehen, auf dem heute der Flughafen steht.

Wie in Hongkong sollen Passagiere in London Britannia schon beim Besteigen des Airport-Expresses ihr Gepäck einchecken können und so ohne Stress und Schlepperei am Flughafen ankommen. Ebbsfleet, King's Cross und die Docklands-Station könnten diesen Service anbieten. Erst vor wenigen Wochen hatte sich Boris Johnson bei seiner China-Reise persönlich von den Vorteilen eines Pre-Check-In überzeugt.

London Britannia soll nach den Vorstellungen des Bürgermeisters 4200 Langstreckenflüge pro Woche anbieten, darunter 192 nach China.

Bis dahin wird allerdings noch viel Zeit vergehen – erst nach der Parlamentswahl im Jahr 2015 wird mit einem Abschlussbericht gerechnet. Das erfüllt die britische Wirtschaft mit Sorge, sieht sie sich doch wegen der mangelnden Kapazitäten in ihrer Wettbewerbsfähigkbeit bedroht.

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