Holcim und Lafarge fusionieren
Montag, 07.04.2014.
13:23
Holcim und Lafarge wollen den grössten Zementkonzern der Welt bauen. Der Schweizer Weltmarktführer und die Nummer zwei aus Frankreich sind in 90 Ländern tätig und kommen zusammen auf einen Umsatz von 39 Mrd. Fr. und operativ auf einen Gewinn von 8 Mrd. Fr.
Nach mehrtägigen Spekulationen über eine Fusion haben die beiden Grossunternehmen ihren Plan offiziell vorgestellt. Holcim-Verwaltungsrat Wolfgang Reitzle ist als Präsident vorgesehen, und der Franzose und bisherige Lafarge-Lenker Bruno Lafont soll die Rolle des Konzernchefs übernehmen, wie am Montag mitgeteilt wurde.
Der neue Konzern LafargeHolcim soll innerhalb der ersten Jahreshälfte 2015 Realität werden und seinen Sitz in der Schweiz haben. Oberstes Gremium des Megakonzerns wäre dann ein 14-köpfiger Verwaltungsrat, in den von beiden bisherigen Konzernen je sieben Mitglieder einziehen sollen.
Holcim will einen öffentlichen Aktientausch anbieten: Für eine Lafarge-Aktie bietet Holcim eine eigene Aktie an. Der avisierte Fusion wird als ein «Zusammenschluss unter gleichen» bezeichnet. Die Hauptaktionäre der beiden Unternehmen seien mit dem Vorhaben einverstanden, hiess es weiter. Der Schweizer Industrielle Thomas Schmidheiny ist einer der Holcim-Grossaktionäre.
Durch den Zusammenschluss sollen 1,7 Mrd. Fr. an Synergien drinliegen. 10% bis 15% des Geschäfts sollen abgestossen werden, um Mehrspurigkeiten zu verhindern und um regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden, wie weiter mitgeteilt wurde.
Lafarge betreibt eine Zementwerk in Beočin in Serbien, und Holcim eine Zementwerk in Popovac.
Moravacem d.o.o. Popovac
Holcim Srbija doo Beočin
Lafarge Beton Zemun
DST Hidrosistemi doo Smederevo

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