Intesa SanPaolo weist Verlust von 5,2 Mrd. EUR aus
Sonntag, 30.03.2014.
22:36
Die Netto-Rückstellungen wurden im gesamten Jahr von 5,2 Mrd. EUR auf 7,9 Mrd. EUR erhöht, womit sich die Reservendeckung von 42,7% auf 46% erhöhte (bei einem italienischen Branchendurchschnitt von 37%). Ohne Goodwill-Abschreiber hätte sich der Jahresgewinn trotz der schweren Rezession am Heimmarkt bloss von 1,6 Mrd. EUR auf 1,2 Mrd. EUR verringert. Allerdings konnte dabei ein Sondergewinn von 2,5 Mrd. EUR dank der vom italienischen Parlament gebilligten Aufwertung der Beteiligung an der Banca d'Italia gebucht werden.
Die Bilanzkorrekturen, welche die Konzernführung offenkundig in Reaktion auf die laufenden Stresstests der Europäischen Zentralbank vornahm, wurden an der Börse am Freitag mit einer markanten, fast 5%igen Höherbewertung der Aktien der Bankengruppe begrüsst, die auch eine unveränderte Dividende bezahlen will.
Intesa Sanpaolo machte zudem geltend, dass sie dank einer konservativen Risikovorsorge eine der wenigen Banken weltweit sei, die bereits den Anforderung von Basel III genügten. Auch seien bereits alle mittelfristigen Finanzhilfen der EZB (LTRO) getilgt worden.
Schliesslich präsentierte der CEO Carlo Messina einen neuen Industrieplan, der zusätzliche Kosteneinsparungen vorsieht. Bis 2017 sollen 800 Filialen geschlossen werden, was eine Reduktion der Kosten um 800 Mio. EUR ermöglichen soll. Ferner ist die Veräusserung von Aktiven im Wert von rund 2 Mrd. EUR geplant.
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