(NOMINATION FÜR DEN PREIS AUREA 2014): "Eko fungi" - Kultivierung von Speisepilzen auf Nährmedien aus Zelluloseabfällen
Mittwoch, 05.03.2014.
12:47
Das Belgrader Unternehmen „Eko fungi“ nahm im Juni 2013 die industrielle Herstellung von Austernpilzen nach einer neuen Technologie auf, die bei der Herstellung von Substraten (Nährmedien) für die Kultivierung von Pilzen Abfälle verwendet und den Einsatz von Strom um 90% reduziert. Es handelt sich um die erste Anlage dieser Art in Serbien und weltweit. In Kultur wachsen Speisepilze wie Austernpilze, Shiitake u.Ä. wachsen auf diversen Substraten wie beispielsweise Stroh. Die Kosten für den Transport und Energie für die Produktion werden immer höher.
Die neue Anlage von „Eko fungi“ nutzt jeden Stoff, der Zellulose enthält und sich im Umkreis von 30 km erwerben lässt. Nirgendwo anders in der Welt hat man solches Projekt realisiert – Herstellung von Substrat für die Kultivierung von Speisepilzen aus Abfällen. Durch Anwendung einer mikrobiologischen Methode – Anwendung von Mikroorganismen statt Brennstoff für die Heizung, wird der Stromverbrauch auf das Minimum reduziert.
Der Leitgedanke des Projekts ist, dass es eigentlich keine Abfälle gibt. Verwendete Substrat lässt sich als Viehfutter oder organischer Dünger nutzen. Solche Produktion kann auch auf kleineren Farmen in ganz Serbien organisiert werden und viele Familien in ländlichen Gebieten beschäftigen.
Diese Anlage von „Eko Fungi“ hat eine Kapazität von 30 t Speisepilze jährlich, bzw. Verarbeitung von 50 t Zelluloseabfälle.
Das neue Produktionsverfahren für diese Speisepilze und Technologie, die sich an verfügbare Ressourcen anpassen lässt, erregte die Aufmerksamkeit zahlreicher Sachkundige in ganz Europa, die am Technologietransfer interessiert sind. Man hat bereits Absichtserklärungen und die ersten Verträge unterzeichnet.
INNOVATION
Ein Expertenteam von „Eko fungi“ entwickelte eine innovative Anlage zur Herstellung von Substrat für die Kultivierung von Speisepilzen aus Zellulose-Abfällen, die den Energieverbrauch um 90% reduziert.
In Kultur wächst Austernpilz auf diversen Substraten wie beispielweise Stroh. Die traditionellen Produktionsverfahren, insbesondere die Verarbeitung von Stroh, verlangen viel Strom. Der Mangel an Stroh, der Anwendung in vielen Sektoren findet, erwies sich als unlösbares Problem. Damit verbunden sind erhöhte Transportkosten.
Aufgrund der Kenntnisse über die Biologie und Physiologie dieser Pflanzen sowie über ihre Ernährungseigenschaften entwickelte das Team von „Eko fungi“ eine Anlage, die Substrat aus jedem Zellulosestoff im Umkreis von 30 km erzeugen kann: Altpapier, Kaffeesatz aus Kaffee- und Espresso-Geräten, Sägemehl von Laubhölzern. Die Idee wurde an mehr als 100 Arten organischer und unorganischer Abällen getestet und es wurde bewiesen, dass sich jedes Nährmedium, das Zellulose enthält, für die Kultivierung diesen Speisepilz anwenden lässt. Trotz der Einfachkeit hat bisher niemand in der Welt ein ähnliches Projekt realisiert.
Nach der Implementierung der neuen Technologie musste man Lösung für eine neue Herausforderung finden – enormen Energieverbrauch (Kraftstffpreise haben sich verdoppelt). Mitarbeiter von „Eko fungi“ entwickelte ein Model, dass den Energieverbrauch um 90% verringert. Statt Strom nutzt man hier die Kraft von Mikroorganismen und erreicht dadurch Parameter, notwendig für die entsprechende Qualität von Substrat.
Die neue Technologie für die Herstellung von Substrat für die Kultivierung von Speisepilzen wurde getestet und hat sich als erfolgreich erwiesen. Im Juni 2013 hat man in der Genossenschaft „Eko fungi“ in Padinska Skela die industrielle Herstellung von Austernpilzen aufgenommen.
3 t Substrat werden wöchentlich und 12 t Monatlich in einer Schicht erzeugt. Das reicht für 2,5 t Austernpilze monatlich aus.
Das Projekt wurde gemeinsam mit der Fakultät für Landwirtschaftswissenschaft in Belgrad und dem Institut für Biologie entwickelt. Die Innovation wurde patentiert, und das Projekt von „Eko fungi“ wurde gemeinsam mit_anderen 100 Beispielen in der Publikation der Blauen Wirtschaft (ZERI) beschrieben, die Beispiele der industriellen Produktion enthält, die man leicht und schnell starten kann. Diese Prinzipien werden von „Eko fungi“ akzeptiert.
GESELLSCHAFTLICHER NUTZEN
Die Rentabilität der Herstellung von hochwertigen Lebensmitteln wie Speisepilze in diesem Falle gehört zu den wichtigsten Vorteilen dieser Innovation. Die Herstellung von Substrat für die Kultivierung von Spweisepilzen aus Abfällen stellt ein neues Modell für die Verwertung von Stoffen, die Zellulose enthalten. Das gilt vor allem für Stoffe, die im Unterschied zum Altpapier, eine neue Anwendung schwer finden wie z.B. Kaffesatz aus Kaffeegeräten oder Sägemehl von Laubhölzern oder wenn es um Mengen ungenügend für die rentable Produktion (z.B. Briketts) geht – Abfälle aus Flüssen, die bei Wasserkraftwerken gesammelt werden oder Abfälle aus Parks.
Für die Kultivierung von Pilzen verwendetes, trockenes Substrat, reich an Eiweiß und Nährstoffe, lässt sich für die Ernährung von Tieren oder für die Herstellung von organischem Dünger für Gewächshäuser verwenden. Das Projekt ist so konzipiert, dass es keine Abfälle gibt (from waste to taste). Abfälle eines Produktionsverfahrens können als Rohstoffen in einem anderen genutzt werden.
Die Technologie erspart sogar 90% Energie im Vergleich zu klassischen Anbaumethoden für Austernpilze. Durch Verbreitung des Rohstoffspekturms werden die Kosten für den Transport vermieden, weil man unterschiedliche Stoffe aus der nächsten Umgebung nutzen kann. „Eko fungi“ erwirbt einen Teil der notwendigen Rohstoffen von den Schulen in der Umgebung.
Parallel zur Annäherung und Integration in der EU werden die Umweltschutz-Forderungen immer strenger. Das gilt auch für die Sammlung und Ausfuhr von Waldfrüchten. Die neue Technologie von „Eko Fungi“ garantiert eine standardisierte Produktion und lässt sich auch von kleinen Familienbetrieben anwenden.Sie könnte zahlreiche neue Arbeitsplätze schaffen. Mitarbeiter von „Eko fungi“ unter der Leitung von Ivanka Milenković hielten Vorlesungen zu diesem Thema in ganz Serbien ab. Studenten aus der ganzen Welt kommen hier, überzeugt davon, dass die Nutzung von verfügbaren Ressourcen und Nachahmung von natürlichen Prozessen die Zukunft der internationalen Wirtschaft darstellen.
Die Aktivitäten des Landwirtschaftsunternehmens „Eko Fungi“ beruhen auf einem hochgebildeten Management und der Zusammenarbeit mit Wisschenschaftlern. „Eko Fungi“ beschäftigt 3 Experen, Autoren der patentierten Technologie. Die Produktion findet im Rahmen der erwähnten, gleichnamigen Genossenschaft statt, gemeinsam mit Partnerfirmen, die 12 Mitarbeiter beschäftigt. Auf Äckern von „Eko Fungi“ werden regelmäßig Experimente von Studenten der Fakultät für Landwirtschaftswissenschaft in Belgrad durchgeführt.
FINANZIELLES POTENZIAL
Die industrielle Produktion von Austernpilzen auf einem Substrat aus Abfällen wurde im Juni 2013 in der Anlage von „Eko Fungi“ aufgenommen. Die angewandte Technologie sicherte die Profitabilität der Produktion, vor allem dank den großen Energieeinsparungen. Zum ersten Mal ist ein Unternehmen in Serbien in der Lage, Austernpilze das ganze Jahr über zu bieten. Die Herstellung war bisher auf den Frühling und Herbst beschränkt.
Während der Probeproduktion brachte man 20 t frische Austernpilze und fast 2 t südliche Ackerlinge auf den Markt.
45.000 Euro wurden in die Entwicklung der Anlage und Anwendung der neuen Technologie investiert. In Hinsicht auf die wichtigste Eigenschaft der Technologie – ihre Anpassungsfähigkeit, gibt es viele Interessenten in Evropa für ihre Übernahme und Anwendung. Es handelt sich um noch eine Möglichkeit für die Entwicklung des Geschäfts durch Technologietransfer. Man hat einen Vertrag mit der Gemeinde Požega in Slawonien unterzeichnet sowie eine Absichtserklärung mit Bulgarien. Das Modell wurde von der Provinz Limburg (Belgien) erkannt, die die ganze Entwicklung auf diesem Modell plant. „Eko Fungi“ ha tvor kurzem eine Delegation der Entwicklungsagentur der spanischen Region Baskeland empfangen, sowie Vertreter eines US-amerikanischen Unternehmens, interessiert am Kauf von getrockneten kultivierten Speisepilzen. Solche Aktivitäten garantieren das Wachstum des Unternehmens in der Zukunft.
Unter der Kontrolle von „Eko Fungi“ werden in Padinska Skela 120 t Champignos jährlich erzeugt. Die neue Anlage ermöglicht die Herstellung von ca. 30 t Austernpilze jährlich. Pilze aus der Anlage in Padinska Skela werden im Belgrader Hotel „Hyatt“ serbiert, in Restaurants „Hacijenda“, „Madera“, „Alo alo“, in vielen Bäckerein usw. Man kann sie auf den Märkten „Bajloni“ und „Zeleni venac“ finden.
Das Unternehmen bereitet sich für neue Tests und Anwendung von neuen Technologien vor. Wenn alles wie geplant verläft wird „Eko Fungi“ dem europäischen und internationalen Markt
Produkte mit der erheblich verbesserten Qualität bieten und sich dadurch eine besonderen Position am Makrt im Vergleich zu Konkurrenten sichern.
Wenn die Kultivierung von Speisepilzen auf Nährmedien aus Zelluloseabfällen des Unternehmens "Eko fungi" Ihr Favorit für die Investition des Jahres ist, können Sie Ihre Stimme auf der offiziellen Webseite der Preisvergabe "Aurea" abgeben.

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