Eine Pleite der Hypo Bank nicht ausgeschlossen?
Donnerstag, 06.02.2014.
15:00
Eine Pleite der staatlichen Krisenbank Hypo Alpe Adria wird auch vom Finanzministerium nicht mehr ganz vom Tisch gewischt. Eine Insolvenz wäre "die schlechteste aller Optionen", sagte ein Sprecher des Ministeriums am Dienstagnachmittag zur APA, aber nicht auszuschließen, wenn alle Stricke reißen.
Eine Insolvenz sei "die letztgereihte" unter den möglichen Optionen, sagte der Sprecher, der damit die Meldung der Wiener Zeitung bestätigte.
Laut "Wiener Zeitung" schließt die Regierung eine Hypo-Pleite nicht aus. Laut einem Sprecher des Ministeriums wäre eine Insolvenz "die schlechteste aller Optionen" aber nicht auszuschließen, wenn alle Stricke reißen. Laut Hypo Task Force sei solch ein Insolvenzszenario zwar "geprüft", aber "nicht empfohlen" worden.
Eine Pleite der staatlichen Krisenbank Hypo Alpe Adria wird vom Finanzministerium nicht mehr ganz vom Tisch gewischt. Eine Insolvenz sei aber „die letztgereihte“ unter den möglichen Optionen, sagte der Ministeriums-Sprecher gegenüber der APA. Es werde weiterhin der Fahrplan mit den von der Hypo Task Force empfohlenen Modellen verfolgt. Nach Ansicht der Task Force, in die auch die Expertisen der Österreichischen Nationalbank eingeflossen sind, würde eine Insolvenz der Hypo Alpe-Adria-Bank - nicht zuletzt unter Berücksichtigung der unmittelbaren finanziellen Folgen für das Land Kärnten als Bürge - zu einer hohen finanziellen Belastung der Republik Österreich führen.
Es wären rund 20 Modelle für die bestmögliche Verwertung der "problematischen Vermögenswerte" der Hypo Bank International geprüft worden. Task Force-Vorsitzender Klaus Liebscher ließ in einer Reaktion auf die „öffentlich vorgebrachten Diskussionsbeiträge verschiedenen Persönlichkeiten, die alle keine unmittelbare Organverantwortung tragen" einer Aussendung wissen: "Darüber hinaus würde die Kreditwürdigkeit Österreichs, seiner Bundesländer wie auch seiner Finanzinstitute seitens dritter Investoren neu bewertet werden, was mit hoher Wahrscheinlichkeit negative Auswirkungen nach sich zöge. Die Risiken einer Insolvenz der Bank sind sehr hoch und daher wurde ein solches Modell als Handlungsoption in dem der Regierungsspitze übermittelten Abschlussbericht der Task Force nicht empfohlen. Der Bericht empfiehlt Modelle, deren Risiken für die Republik begrenzt sind".
Zuletzt hatten am Montag Wifo-Chef Karl Aiginger und auch der Aufsichtsratschef der staatlichen Bankenholding Fimbag, Hannes Androsch erklärt, man sollte auch eine Insolvenzlösung ins Auge fassen. Das habe laut Wiener Zeitung zur Folge, dass der Druck der Regierung auf Taskforce-Chef und Fimbag-Chef Klaus Liebscher steige. Er ist bisher gegen eine Insolvenz der Bank, weil er Kollateralschäden für die Republik fürchtet, wie er vor zwei Wochen bei einer Pressekonferenz betonte.
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