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Gratisaktien von EPS bald da - Was werden wir von angekündigten Gratisaktien öffentlicher Unternehmen erhalten?

Quelle: eKapija Donnerstag, 09.01.2014. 17:11
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Spätestens bis Ende März könnten Bürger Gratisaktien der Stromgesellschaft "Elektroprivreda Srbije" (EPS) erhalten, behauptet die serbischen Energieministerin Zorana Mihajlović. Sollte dies geschehen, wäre EPS die größte Aktiengesellschaft an der Belgrader Börse.

"EPS wird sicer im ersten Quartal 2014 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden. Unsere Bürger werden in solchem Fallen Gratisaktien dieses Unternehmens erhalten", sagte Mihajlović. Durch Umwandlung von EPS in eine Aktiengesellschaft im Staatseigentum wird man Bedingungen für die Bestimmung des Aktienwertes sowie der Anzahl der Gratisaktien für Bürger und aktuelle und ehemalige Mitarbeiter der Stromgeselslchaft schaffen, sagte sie der Presseagentur "Beta".

Das ist eine gute Nachricht. Wir brauchen Optimismus am Anfang des neuen Jahres. Aber, obwohl wir nicht diejenige sein möchten, die das Glas für halb leer halten, müssen wir an die angekündigten Gratisaktien der Telekom Srbija erinnern, deren Börsengang sich ziemlich lang verzögert.

Wie realistisch ist, deshalb, die Ankündigung, dass wir in drei Monaten diese Gratis-Aktien erhalten werden?

Nenad Gujaničić, Mitarbeiter von "Wise broker", glaubt, dass diese Entscheidung ausschließlich vom Staat abhängt.

- Der Börsengang von EPS kann nur hypothetisch besprochen werden, in Hinsicht auf die negative Erfahrung mit der Telekom Srbija, Gesellschaft völlig bereit für den Kapitalmarkt, mit deren Aktien man noch nicht handeln kann. Wie schnell eine Gesellschaft auf dem Kapitalmarkt kotiert wird, hängt ausschließlich vom Willen des Mehrheitsaktionärs, in diesem Falle vom Willen des Staates - sagt Gujaničić für unser Portal.

(FotoJelena Đelić)

Die Verteilung von Gratisaktien der Unternehmen, die dem Gesetz über Recht auf Gratisaktien und Entschädigung unterliegen, ist technisch gesehen, der komplexeste Teil des Prozesses, meint Gujaničić.

- Wenn man die wahre Anzahl der Kapitalinhaber festlegt sollte die Börsezulassung beantragt werden (mit einer Reihe von Dokumenten, die Finanzberichte und andere Akte des Unternehmens umfassen). Im Falle von EPS muss man zunächst die interne Umorganisierung und Umwandlung in die Aktiengesellschaft zu Ende führen.

Milutin Lekić, Finanzanalytiker und Redakteur der Sendung "Kapital", ist sehr pessimistisch, wenn es um die Rahmenfrist für die Verteilung von Gratisaktien geht.

- Der angekündigte Börsengang von EPS im ersten Quartal dieses Jahres erinnert unglaublich viel an ähnliche Ankündigungen in jüngerer Zeit. Wir werden bald sehen, ob es sich in diesem Falle nur um Versprechen im Rahmen der Wahlkampagne geht, in Hinsicht darauf, dass die genannte Frist von 3 Monaten zu kurz und völlig unrealistisch ist - sagt Lekić für "eKapija".

"Die Verteilung von Gratisaktien hat keine Bedeutung, wenn der Staat wieder gegen das Gesetz verstößt und den Handel mit Aktien an der Börse verzögert, wie im Falle der Telekom, deren Börsenzulassung mehr als ein Jahr erwartet wird", fügt er hinzu.

Optimismus im Ministerium

Im Unterschied zu Lekić ist die Ministerin Mihajlović von der genannten Frist und den hohen Wert der EPS-Aktien völlig überzeugt. Im Unterschied zu anderen öffentlichen Unternehmen sind die Reformen in EPS weit fortgeschritten, aber man sollte, ihrer Meinung nach, noch effizienter sein.

Die Gründung des Unternehmens "EPS snabdevanje" war der erste Schritt in der Umorganisierung des Unternehmens. Sehr viel wurde auch im Bereich der finanziellen Reformen getan, weshalb EPS nicht mehr im Kontext der "Verlustunternehmen" erwähnt werden sollte.

(Fotoekapija)

- Es könnte passieren, dass EPS das Jahr 2013 mit einer positiven Bilanz beendet, vor allem dank der finanziellen Reformen - unterstrich Mihajlović.

Was bei EPS fehlt, sind Investitionen in die Produktion und in das Verteilungsnetz, sagte sie.

- Wir brauchen Investitionen, aber EPS ist eines der Systeme, von denen wir, bzw. Aktionäre in der Zukunft Gewinn erwarten können - sagte Mihajlović.

Wiederbelebung von halb toten

Obwohl man im Dezember 2013 einen Umsatzzuwachs an der Belgrader Börse verzeichnet hat, ist die Situation am serbischen Kapitalmarkt weit entfernt von jener vor der Krise. Alle Beteiligten sind einstimmig, dass es nicht genug gute Aktien gibt, die man Investoren bieten könnte. Das könnte durch Börsengang der Riesen wie Telekom, EPS .. verändert werden.

- Der Börsengang von EPS würde den angeschlagenen Kapitalmarkt sicher in Aufschwung bringen. Der Mangel an hochwertigen Finnzinstrumenten gehört zu seinen größten Problemen - so Gujaničić.

Mit einem Kapital von 6-7 Mrd. Euro wäre EPS das weitaus größte Unternehmen an der Börse und würde sicher zahlreiche Investoren anziehen.

Milutin Lekić ist auch der Meinung, dass "der Börsengang von EPS Ereignis des Jahrzehnts für die Belgrader Börse wäre. EPS ist zweifellos das wichtigste und wertvollste Unternehmen in unserem Land."

- Der Börsengang würde Bedeuten, dass wir Aktien von EPS kaufen und von ihnen in der Zukunft profitieren können. Vor allem, weil man schon jahrelang über seine Privatisierung spricht. Zu seriösesten Interessenten gehören Russen, Amerikanern, RWE...

Jelena Đelić

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