Brasilien, China und Indien sind attraktivste Investitionsstandorte 2014
Dienstag, 17.12.2013.
16:52
Brasilien, China und Indien sind die attraktivsten Investitionsstandorte für internationale Kapitalanlager 2014. Ihnen folgen die Vereinigte Arabische Emirate, Qatar und Chile. Wirtschaftswachstum, höhere Gewinne und die Marktgröße sind Hauptgründe, warum Generaldirektoren nach diesen Märkten richten. Subventionen und Steuererleichterungen sind dabei nur teilweise relevant für ihre Entscheidungen. Korruption, Kriminalität und politische Instabilität sind die größten Hindernisse für direkte ausländische Investitionen, zeigt eine internationale Umfrage über Investitionen in 49 Entwicklungsländern und auf ausgewählten Grenzmärkten, durchgeführt vom "Executive Search" des Unternehmens "Pedersen & Partners", die 480 Generaldirektoren in 51 Unternehmen befragt haben.
Mehr als 30% der Befragten sind Generaldirektoren der internationalen Kapitalgesellschaften mit mehr als 5000 Mitarbeitern.
Südamerika, Nahost und Asien im Aufschwung
Aus der globalen Perspektive betrachtet werden Länder in Südamerika, Nahost und Asien immer attraktiver. Es ist weniger wahrscheinlich, dass Länder in Osteuropa und Afrika sie im folgenden Jahr in Hintergrund rücken. Aber sogar in Regionen, die politisch sehr instabil und von Korruption belastet sind, gibt es Länder, die Investoren gute Bedingungen bieten. Die meisten internationalen Unternehmen haben Ägypten nach der politischen Wende verlassen, viele überlegen zugleich Investitionen in Südafrika.
- Während das zu erwartende Wirtschaftswachstum ausländische Unternehmen auf Märkte der Entwicklungsländer anzieht, können die Regierungen durch ihre Entscheidungen ausländische Investoren entmutigen - sagt Poul Pedersen, Partner bei "Pedersen & Partners".
- Die Hauptaufgabe jeder Regeirung ist die Schaffung eines günstigen Geschäftsumfelds für Investitionen. Unsere Umfrge zeigt, dass eine stabile politische Situation und Rechtsrahmen, Abwesenheit von Korruption und Kriminalität, Vereinfachung der Regeln und Prozeduren viel wichtiger für Investoren als Steuererleichterungen sind - sagt Poul Pedersen.
Aussichten für Investitionen in Serbien
Direkte ausländische Investitionen in Serbien stiegen um 101,5% zwischen 2010 und 2011.
- Wir haben diesen Trend meistens einem veränderten Investitionsklima, reduzierten Kosten und staatlichen Subventionen zu verdanken, sowie Freihandelsabkommen mit der EU, Russland/GUS, der Türkei, EFTA- und CEFTA-Mitgliedern. Diese Faktoren haben die Entscheidungen der großen internationalen Unternehmen für Investitionen in Serbien beeinflusst - sagt Jelena Kralj, Managerin für Serbien bei "Pedersen&Partners".
Die jüngsten Analysen der Weltbank bestätigen ihre Meinung. Sie haben erwiesen, dass der Rückgang des BIP von 1,7%, ein BIP von 37,5 Mrd. US-Dollar, Inflationsrate von 7,3%, Körperschaftssteer von 34% und den 86. Platz (2012) viel bessere Indikatoren als in vielen Nachbarländern, mit denen Serbien verglichen wird. Einschätzungen der Organisation "Transparency International" zufolge hat sich der Korruptionsindex in Serbien 2012 erheblich verbessert - im Vergleich zu 2011 - was den Optimismus der Investoren verstärkt hat.
Erfolg beruht auf kompetenten Managern und zuverlässigen Geschäftspartnern
- Die meisten befragten Generaldirektoren behaupten, dass es viele Faktoren für den Erfolg einer Investition auf neuen Märkten gibt - vom Engagement von komptetenten Managern bis Zusammenarbeit mit zuverlässigen örtlichen Geschäftspartnern - sagt Conrad Pramboeck, Leiter des Compensation-Consluting-Sektors bei "Pedersen&Partners" und Projektmanager, der diese Umfrage durchgeführt hat.
Die Managementform, Mangel an strategischem Denken und Korruption sind die größten Herausforderungen für westliche Unternehmen auf Märkten der Entwicklungsländer.
- Viele Unternehmen sind der Meinung ,dass man in den meisten Ländern technisch ausgebildete und Englisch sprechende Mitarbeiter finden kann. Viel schwieriger ist aber die Suche nach komptetenten Managern mit einem unternehmerischen Geist, die einen Sinn für das Privateigentum haben und sich an die westliche Geschäftskultur anpassen können.
Niedrigere Arbeitskosten können aber nur teilweise direkte ausländische Investitionen erklären.
- Die meisten Arbeiter in der Produktion und Angestellten in Entwicklungsländern verdienen noch immer um 50-80% weniger im Vergleich zu Kollegen im Westen. Die Löhne der Geschäftsleiter und Manager in Brasilien, China, Indien und Russland haben bereits das westiche Niveau erreicht - sagt der Lohn-Experte, Conrad Pramboeck.

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