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Slowenien privatisierut 15 Staatsunternehmen - Regierungschefin Alenka Bratušek: Serbische Investoren willkommen

Quelle: eKapija Freitag, 04.10.2013. 11:04
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(Danijela Fišakov, Alenka Bratušek, Željko Sertić und Ivica Dačić)

Die Regierungschefin, Alenka Bratušek, gab heute bekannt, dass Slowenien 15 Statsunternehmen privatisieren möchte sowie dass serbische Investoren dabei willkommen seien.

Alle Unternehmen werden unter sehr transparenten Bedingungen verkauft, sagte sie an einer Serbisch-slowenischen Business-Konferenz in der Wirtschaftskammer Serbien.

Die Übernahme des slowenischen Obstsaftherstellers "Fructal" seitens der serbischen Konkurrenten "Nectar" war eine gute Erfahrung für beide Länder. Die Beziehungen zwischen zwei Ländern seien, laut Worten von Bratušek, ausgezeichnt sowie die Zusammenarbeit. Slowenien sei bereit, Serbien auf dem Weg in die EU mit seinen Erfahrungen zu helfen.

Der serbische Premier, Ivica Dačić, gab bekannt, dass die Intensivierung der serbischen Investitionen in Slowenien zu Hauptthemen des Treffens mit der slowenischen Wirtschaftsdelegation gehöre.

Es gebe, seiner Meinung nach, viele Möglichkeiten für die Zusammenarbeit in Bereichen wie Energiewirtschaft, Verkehr, Informationstechnik, Tourismus und Landwirtschaft.

Er erinnerte daran, dass Slowenien zu den ersten 10 Außenhandelspartnern Serbiens gehöre, mit Investitionen im Gesamtwert von fast 1,4 Mrd. Euro.

Der Warenverkehr zwischen Serbien und Slowenien liege bereits zwischen 800 und 900 Mio. Euro jährlich, könnte aber, seiner Meinung nach erhöht werden.

Anwesende Mitglieder der Staats- und Wirtschaftsdelegationen begrüßte die Präsidentin des Slowenischen Businessklubs Danijela Fišakov.

Serbien ist der Investitionsstandort Nr. 2 für Unternehmen aus Slowenien. Slowenische Unternehmen fühlen sich gut in Serbien und zeigen Interesse für neue Projekte und Geschäfte, unterstrich sie.

Mit der Privatisierung von 15 öffentlichen Unternehmen und weiteren Sparmaßnahmen will die slowenische Regierung die hochverschuldeten Banken des Landes auf Kosten der Bevölkerung sanieren. Mit der Privatisierung reagiert die Regierung in Ljubljana auf den Druck der Europäischen Union, die seit langem drastische Kürzungen fordert.

Im Gegensatz zu anderen osteuropäischen Ländern, in denen die Staatsbetriebe in den 90er Jahren im Rekordtempo verschleudert wurden, ging die Privatisierung in Slowenien langsamer vor sich. Zahlreiche Betriebe blieben zumindest teilweise unter staatlicher Kontrolle. Dies war einer der Gründe für den relativen Wohlstand Sloweniens und die im Vergleich zu anderen osteuropäischen Staaten geringe Arbeitslosigkeit. Bislang arbeitet jeder achte Beschäftigte in staatlichen Betrieben.

Der Verkauf der öffentlichen Unternehmen wird mit dem Abbau von Arbeitsplätzen, der Senkung von Löhnen und verschlechterten Arbeitsbedingungen einhergehen. Die Einsparungen werden dazu benutzt die Schulden der Banken zu tilgen.

Die Gesamtsumme der "faulen" Kredite liegt derzeit bei sieben Milliarden Euro, was rund 20 Prozent des BIP entspricht. Die bisherigen Hilfen für die Geldinstitute haben das Haushaltsdefizit auf den diesjährigen europäischen Rekordwert von 7,9 Prozent des BIP ansteigen lassen. Rund 1,2 Milliarden Euro wurden vor kurzem in die Nova Ljubljanska Banka und die Nova Kreditna Banka Maribor gepumpt, um deren Zahlungsfähigkeit zu sichern. Im Vorjahr hatte das Defizit Sloweniens vier Prozent des BIP betragen.

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