Rente ab 67 für Männer und Frauen
Montag, 30.09.2013.
14:23
Sowohl Frauen als auch Männer sollten sich künftig erst zum 67. Geburtstag in den Ruhestand verabschieden. Das erwartet der IWF vor der bevorstehenden Rentenreform in Serbien, berichtet die Belgrader Tageszeitung "Blic".
Das hat Zuzana Murgasova, Leiterin der IWF-Mission, der Regierung Serbiens beim letzten Besuch in Belgrad empfohle, schreibt "Blic".
Akzeptiert von den Ressortministerien für Arbeit und Finanzen würde dieser Vorschalg die Lebensarbeitszeit für Männer um zwei und für Frauen um sogar sieben Jahre verlängern.
Die Gewerkschaften und das Arbeitsministerium sind aber dagegen und weisen auf die wirtschaftlichen und demografischen Besonderheiten Serbiens hin, weshalb der Internationale Währungsfonds uns nicht als andere europäische Länder betrachten sollte.
Zuständige im Pensions- und Invalidenversicherungsfonds PIO sagen für "Blic", dass Serbien bereits mit der allmählichen Veränderung der Bedingungen für die Rente begonnen habe - die Grenze wird, dem aktuellen Gesetz zufolge, bis 2023 jedes Jahres um vier bis sechs Monate erhöht werden.
In zehn Jahren müssen Männer und Frauen bis 58. Geburtstag warten. Männer müssen 40, und Frauen 38 Jahre lang Beiträge in die Rentenversicherung einzahlen. 2023 müssen Männer vier und Frauen fünf Jahre älter sein, um in Rente zu gehen.
Der Ressortminister, Jovan Krkobabić, sei stark gegen die Angleichung des Rentenalters der Frauen an dasjenige der Männer, behauptet man im Arbeitsministerium.
- Die Stellung der Frauen in Serbien ist spezifisch, es gibt weder wirtschaftliche, noch soziale Bedingungen dafür, dass Fraien bis 65 Jahre arbeiten. Ganz zu schweigen, wie scharf diese Grenze ist - sagt man im Ministerium.
Ranka Savić, Präsidentin der Assoziation der freien und unabhängigen Gewerkschaten behauptet, beim Treffen mit dem ehemaligen Leiter der IWF-Mission für Serbien, Albert Jäger, diese Emfpehlung - 67 Jahre als Renteneintrittsalter - gehört zu haben.
- Sein Argument war, dass es um den europäischen Durchschnitt geht. Aber ich möchte wissen, wie man unsere Arbeiter mit jenen in Europa vergleichen kann. Wir hatten UNO-Sanktionen, NATO-Luftangriffe, Entlassungen, einen niedrigen Lebensstandard - alles das hat die Lebenserwartung unserer Bevölkerung verkürzt - so Savić.
Nikola Altiparmakov, Mitglied des Fiskalischen Rats, ist unerbittlich. Die Rentenreform ist notwendig und unausweichlich, und muss in Hinsicht auf die wirtschaftlichen und demografischen Probleme Serbiens schnell und effizient durchgeführt werden.
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