Vernachlässigte serbische Schönheiten - Privatkapital in Kurorten, staatliche Kuranstalten haben keinen Vorrang
Donnerstag, 05.09.2013.
16:47
Es ist bekannt, dass das Geld aus dem Staatshaushalt oft verschwendet wird. Die Erhaltung der großen gesellschaftlichen Verlustbetriebe, um den sozialen Frieden zu sichern, ist zu einer normalen Sache geworden. Deshalb gibt es oft nicht Geld für die Unterstützung der profitablen Wirtschaftszweigen. Dazu gehört sicher der Kurorttourismus.
Einheimische Zentren für die geistige und körperliche Erholung arbeiten mit Profit, das private Kapital ist bereits in der Spa- und Wellnessindustrie. Großartige und luxuriöse Hotels können ohne Investitionen in die Infrastruktur - Straßen, Parkanlagen, Gehwegen - nicht überleben.
Die Nachfrage nach der Unterkunft in der Kuranstalt Lukovska banka übersteigt weitaus die bestehenden Kapazitäten. Alle Hotels sind bis November ausgebucht und das Hotelunternehmen "Planinka", Inhaber der Anstalt, hat 100% der erwerbstätigen Bevölkerung in der Gegend beschäftigt. Das Unternehmen baut jetzt noch ein Hotel und will dadurch die jungen Bewohner zur Rückkehr ermutigen. Ihre Bemühungen haben sich offensichtlich gelohnt, aber es gibt noch immer Probleme mit den Zufahrtstraßen.
Gästen, die aus Kuršumlija und Brzeće kommen, steht nur ein ländliches Weg zur Verfügung, mit der max. Geschwindigkeit von 20 km/h.
Und wenn die von der Reise erschöpften Gäste endlich ankommen, können sie hier nur wenig außerhalb des Hotels sehen. Die Hauptstraße ist vernachlässigt, die Häuser unfertig, weshalb es viel gemütlicher ist, im Hotel zu bleiben.
Zuständige in der Kuranstalt Lukovska banja sagten uns nur kurz, dass sie mit der Gemeinde Kuršumlija erfolgreich zusammenarbeiten sowie dass weder der Kurinhaber, noch die Gemeinde den Bau einer Straße finanzieren können.
Kurort Vrdnik erreichbar nur mit dem Auto
Die Situation in einem der populärsten Kurorten in der Wojwodina - Vrdnik - ist nicht viel besser. Der Kurort ist nur 25 km von Novi Sad und 65 km von Belgrad entfernt.
Eines der größten Probleme dieses Kurortes ist die Tatsache, dass es keine Busverbindung mit Belgrad und Novi Sad gibt. Es gibt auch keine Buslinie bis zur nächsten größeren Stadt Ruma.
Die Straßen sind auch in einem schlechten Zuständ, uneben, mit vielen Löchern und schlecht markiert, und es gibt keine ausreichenden Verkehrszeichen und Wegweiser für Touristen. Ein großes öklogisches Problem ist eine Deponie an der Straße Ruma-Vrdnik.
Die Situation hat sich in der letzten Zeit verbesert, vor allem dank Investitionen des Unternehmen "Promont Group" aus Novi Sad, das hier das Hotel "Premier Aqua" errichtet hat. Der Bau von Sportanlagen (für Tennis, Kleinfußbal, Handbal und Golf) ist in der letzten Phasse und in der Nähe von "Vrdnica kula" wird ein Ethnorestaurant mit Gestüt gebaut.
Dr. Hadi Mansouri, Direktor des Hotels "Premier Aqua" sagt für "eKapija", dass sie bereits den ersten Jahrestags gefeiert haben, stolz darauf, dass sie sich bereits als eines der führenden Fünfsternehotel in Serbien positioniert haben.

- Aqua Medica, eine Einhait für die physikalische Medizin und Rehabilitation, die ihre Tätigkeit im Rahmen des Hotels ausübt, trägt mit den modernsten Ausstattung und einem hochqualifizierten Personal zur Entwicklung des Kurorttourismus bei. Wir sind bereits für unseren erstklassigen Service und ein repräsentatives Wellness- und Spazentrum bekannt. Ich glaube, wir werden durch neue Investitionen diese Position befestigen.
21 km weniger bis Atomska banja
Das private Kapital hat der Kurot "Atomska banja" Gornja Trepča wiederbelebt. Seit einigen Jahren ist es sehr schwer, ein freies Bett dort zu buchen. Die heilende Kraft hiesiger Mineralquellen zieht immer mehr ausländische Gäste an.
Der Umbau der Straße Gornji Milanovac-Gornja Trepča hat man den Kurort der serbischen Hauptstadt um 21 km genährt. Der Kurort ist jetzt über die Magistrale Ibarska über Preljina erreichbar. Die 9 km lange Straße ist völlig erneuert und modernisiert, was Gästen Zeit und Geld erspart.
Omnibusunternehmen versprechen, diese Straße für ihre Buslinien zu nutzen, um die Fahrt zu verkürzen. Besucher können in solchem Falle nach der Unterkunft in Gornji Milanovac suchen, weil sie den Kurort von dort innerhalb von zehn Minuten erreichen können.
243 infrastrukturelle Projekte finanziert in sechs Jahren
(Atomska Banja)
Wir konnten keine konkrete Antwort aus dem Sektor für Tourismus des Finanz- und Wirtschaftsministerum auf die Frage zur schlechten Infrastruktur und Prioritäten aufgrund der finanziellen Ergebnisse, Anzahl der Touristen und der geographischen Lage bekommen.
Serbien hat 2006 eine Entwicklungsstrategie für Tourismus beschlossen, die strategische Ziele und Maßnahmen zu ihrer Verwirklichung definiert hat, sagt man im Ministerium und fügt hinzu:
- Um die Wettbewerbsfährigen der touristischen Produkte zu erhöhen und aufgrund der Entwicklungsstrategie für Tourismus in Serbien haben wir 16 Generalpläne für touristische Destinationen mit der höchsten Priorität erstellt: Kopaonik, Golija, Stig-Kučajske planine-Beljanica, Palić, Gornje Podunavlje, Donje Podunavlje, Straße der römischen Kaiser, Stara planina, Stara planina, Sokobanja, Tara, Vlasina, Zlatibor und Zlatar, Besna kobila, Sremski Karlovci mit dem Gebirge Fruška gorom, Novo Miloševo, Bač, Bačka Palanka und Bački Petrovac.
Diese Liste zeigt, dass Kurorte trotz ihrer außerordentlich guten Ergebnisse zu strategischen Zielen und vorrängigen Destinationen nicht gehören.
Das Ministerium behauptet, dass 23 infrastrukturelle Projekte zwischen 2007 und 2013 finanziert wurden.
Marija Kambić
Ministarstvo finansija Republike Srbije
Promont group d.o.o. Novi Sad
Atomska Banja ad Gornja Trepča

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