Hypo Alpe-Adria: Fristerstreckung für den Verkauf des Südosteuropa-Netzwerkes bis Mitte 2015 erreicht
Dienstag, 16.07.2013.
11:44
In einem Interview in der Montagsausgabe des Wirtschaftsblatts skizziert die österreichische Finanzministerin Maria Fekter die Details der Restrukturierung der Hypo Alpe Adria sowie ihre nächsten Vorhaben bei Banken, Budget und Steuern.
So liegt neben dem Verkauf der Österreich-Tochter und der Einstellung des Neugeschäfts in Italien der Fokus auf dem Südosteuropa-Netzwerk: "Wir haben eine Fristerstreckung bis Mitte 2015 erreicht."
Laut der Ministerin "soll das Neugeschäft in Südosteuropa nicht zur Gänze eingestellt werden, um Wert und Verkaufsfähigkeit der Töchter zu erhalten." Zudem habe man "Flexibilität bei Fremdwährungskrediten" erreicht: "Eine Einstellung der Eurokredite würde die Werthaltigkeit schädigen."
Fekter erwartet zu den vorgelegten Szenarien bald eine Entscheidung der EU: "Es ist uns signalisiert worden, dass die Hypo bei den Herbstentscheidungen dabei ist."
Die Ministerin beschreibt im Gespräch auch die notwendigen Qualifikationen für den neuen Hypo Alpe Adria-Chef. Die Hypo brauche "einen bankerfahrenen Manager" mit "Abwicklungs- und Osteuropa-Erfahrung".
Außerdem solle der Manager "mit einem öffentlichen Eigentümer und der dazugehörenden medialen Begleitmusik" umgehen können.
Fekter spricht im weiteren Verlauf des Interview auch davon, dass es "mit Sicherheit" in der nächsten Legislaturperiode eine Steuerreform geben werde, da das Steuersystem "ungerecht" sei.
"2,7 Millionen Menschen mit Erwerbseinkommen zahlen keine Steuern, die Steuerlast wird am Mittelstand abgeladen. Jedes Goodie bedeutet einen Ziegelstein im Rucksack des Mittelstands."
Auch eine Lohnnebenkostensenkung wäre "wünschenswert" und mit geringeren Beiträgen zu Arbeitslosenversicherung und Insolvenzausgleichsfonds finanzierbar.
"Eine Lohnnebenkostensenkung wäre wünschenswert. So zahlen wir im Vergleich zu Deutschland überproportional Beiträge zur Arbeitslosenversicherung."
Addiko bank ad Beograd
Hypo Group Alpe Adria Klagenfurt
Delegacija Evropske unije u Republici Srbiji Beograd

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