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Neues Leben der Gießerei "Livnica Ljig" - Produktion wiederbelebt durch Sanierungsplan

Quelle: eKapija Montag, 15.07.2013. 16:56
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Podeli

Nach einem Streik der Beschäftigten, der wegen der ausgefallenen Löhne ausgerufen wurde, nach den Schulden gegenüber Rohstoffzulieferern und der Finanzverwaltung kann die Gießerei "Livnica Ljig" endlich aufatmen. Es scheint, dass der unlängst beschlossene Sanierungsplan, das Unternehmen retten kann.

Der Plan sieht die Rückzahlung der angehäuften Schulden im Gesamtwert von 140 Mio. Dinar an zwei Gläubigergruppen vor.

Zur ersten Gruppe gehören unversicherte, kommerzielle Gläubiger, vor allem Zulieferanten von Rohstoffen und Produktionsmitteln und Käufer, die für Waren angezahlt haben.

- Sie haben einer sehr seriösen Umschuldung zugestimmt, die die Rückzahlung der Schulden in 10 Jahren vorsieht. In den ersten zwei Jahren sollten 10% der Schuld mit minimalen Zinsen zurückgezahlt werden. Die nächsten zwei Jahren sind für eine Rückzahlungspaue vorgesehen, der die Rückzahlung der Schulden in den folgenden 6 Jahren folgen wird - gab Milan Marinkovic, Partner bei "WM Equity Partners", Beratungsfirma, die den Sanierungsplan für die Gießerei "Livnica Ljig" erstellte, in einem Interview für "eKapija".

Diese Sanierung sei, laut Worten von Marinkovic, spezifisch dafür, dass die Finanzvewaltung, die zur zweiten Gläubigergruppe gehört, dafür sogar zweimal stimmte. Die Schulden gegenüber der Finanzverwaltung in Höhe von 650.000 Euro sollten im Einklang mit dem Gesetz über Standby für Steuerschulden und bedingte Abschreibung von Zinsen getilgt werden. Das Gesetz sieht einen Rückzahlungsaufschub von zwei Jarhen sowie die Rückzahlung der ganzen Summe in den nächsten 2 Jahren in gleichen Raten. Der Zins besteht nicht, aber der geschuldete Betrag sollte im Einklang mit der Inflationsrate korrigiert werden.

Milan Marinkovic (FotoWmep.rs)Milan Marinkovic

Dem Unternehmen wurde ermöglicht, sich in den ersten zwei Jahren gründlich zu umorganisieren, ohne Verpflichtungen, erklärt unser Gast. Man muss nur zweimal je 5% der Schuld zurückzahlen. Das sei, seiner Meinung nach, nicht so viel, weil das Unternehmen genug Umlaufvermögen für die normale Ausübung der Geschäftstägitkeit akkumulieren kann.

Die Situation für die Gießerei "Livnica Ljig" wird viel seriöser in zwei Jahren sein, wenn sie die Rückzahlung von Steuerschulden in 24 Raten erwartet.

Der Plan ist radikal, aber seine Autoren sind der Meinung, dass er der Gießerei eine gute Chance für das Überleben bietet, vor allem, weil das Unternehmen einen Markt, ein im In- und Ausland wettbewerbsfähiges Erzeugnis sowie bereits abgeschlossene langfristige Verträge hat.

Die Tatsache, dass die größten Konkurrenten wie das Unternehmen "Guca" ("Farmakom") in einer schweren Geschäftslage sind, könnte sich als Vorteil erweisen.

Stellenabbau unausweichlich

Alle Produktionskapazitäten sind ausgelastet, aber nicht über das ganze Jahr.

Eines der größten Problem in der vergangenen Zeit waren unkontrollierbare feste Kosten, die zur Entstehung der enormen Verluste führten. "Ein gutes Beispiel dafür ist die Tatsache, dass die Inbetriebnahme des Induktionsofens das Unternehmen mindestens eine Mio. Dinar kostet, weshalb die Produktion unter 60 Mio. Tonnen völlig unrentabel ist und die Verluste erhöht. Für die erste Phase der Sanierung sind erhebliche Produktionspausen vorgesehen, was die Entlassung der überschüssigen Arbeitskräfte unausweichlich macht", heißt es im Sanierungsplan.

85 von 100 Beschäftigten sollten entlassen werden. Die neue Geschäftsleitung wird aber so viel und viellecht noch mehr Arbeiter wieder einstellen, aber befristet bzw. in Perioden, wenn das Unternehmen produziert.

Entlassene Arbeiter sollten Priorität bei der Beschäftigung haben, heißt es im Sanierungsplan.

- Die Situation ist nicht ideal für sie, Arbeiter müssen ein bis zwei Monate ohne Lohn aushalten, aber sie werden restliche zehn Monate arbeiten - sagt der Gast von "eKapija".

Jelena Đelić

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