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Direkte ausländische Investitionen - Europa noch immer attraktiv, Serbien verbessert sich allmählich

Quelle: eKapija Dienstag, 09.07.2013. 16:07
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Podeli

Deutschland ist für internationale Investoren der attraktivste Standort in Europa. In einer weltweiten Standort-Rangliste kommt Deutschland auf den sechsten Platz direkt hinter den Schwellenländern und den USA, wie eine Untersuchung der Unternehmensberatung Ernst & Young ergab. Die Zahl ausländischer Investitionsprojekte in Deutschland stieg demnach denn auch im vergangenen Jahr um fünf Prozent auf den Rekordwert von 624. Nur Großbritannien kam hier wegen der engen Beziehungen zu US-Investoren auf einen höheren Wert.

"Bei ausländischen Unternehmen genießt Deutschland einen hervorragenden Ruf - und je schwächer sich die europäischen Nachbarländer entwickeln, desto sichtbarer werden die Stärken Deutschlands: die hocheffiziente und stark internationalisierte Wirtschaft und relativ gesunde öffentliche Finanzen", sagte Ernst & Young-Experte Peter Englisch laut Reuters. 14 Prozent der befragten Manager bezeichneten Deutschland als einen der drei wichtigsten Standorte weltweit, und mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer zeigten sich zuversichtlich, dass die Attraktivität Deutschlands weiter zunimmt. "Während Europa leidet, strahlt Deutschlands Stern immer heller", sagte Englisch. "Das birgt erheblichen Sprengstoff und droht Europa vor eine Zerreißprobe zu stellen."

Frankreich verliert hingegen als Investitionsstandort deutlich an Attraktivität: Die Zahl internationaler Niederlassungen in dem Land ging im vergangenen Jahr um 13 Prozent zurück, während in 44 anderen europäischen Ländern der Rückgang im Durchschnitt nur bei drei Prozent lag, wie die Studie von Ernst & Young weiter ergab.

Noch stärker fiel der Verlust für Frankreich bei den Arbeitsplätzen aus: Hier lag der Rückgang bei 20 Prozent. Die Untersuchung zählte 471 internationale Niederlassungen in Frankreich im vergangenen Jahr gegenüber 597 im Vorjahr. Damit blieb Frankreich auf dem dritten Platz hinter Großbritannien und Deutschland.

Der Autor der Studie, Marc Lhermitte, warnte vor einem Rückfall Frankreichs auf eine Stufe mit Ländern wie Spanien oder Italien. Als ein Problem wird die mangelnde Ausrichtung der französischen Wirtschaft auf die schnell wachsenden Märkte von Schwellenländern angesehen. Der Chef von Ernst & Young Frankreich, Jean-Pierre Letartre, sprach von einem "letzten Appell" der internationalen Investoren an Frankreich, sich auf die Weltwirtschaft einzustellen.

Zugleich warnten die Experten davor, sich auf den Erfolgen der Vergangenheit auszuruhen. Die hohe Qualität von Forschung und Entwicklung sei ein wichtiger Grund für ausländische Unternehmen, in Deutschland zu investieren. Allerdings könnte der drohende Ingenieursmangel zum Problem werden. "Deutschlands Führungsposition als Qualitäts- und Innovationsführer ist nicht in Stein gemeißelt", warnte Englisch.

In Serbien dominieren Investoren aus Europa

Serbien belegt nach der Zahl der direkten ausländischen Investitionen 2012 den 11. Platz in Europa. Insgesamt 78 Projekte stellen eine Erhöhung um 16,4% im VErgleich zu 2011. 10.302 neue Arbeitsplätze entstanden im Vorjahr, was Serbien den sechsten Platz in Europa nach diesem Kriterium sichert. Projekte in Serbien gehören zu arbeitsintensiv, mit einem Durchschnitt von 132 neue Arbeitsplätze pro Projekt. Fast 90% der Projekte in Serbien wurden von europäischen Unternehmen realisiert und mehr eine Hälfte der neuen Arbeitsplätze wurden von italienischen Arbeitgebern geschaffen. Deutschland und Österreich gehören auch zu den größten ausländischen Investoren in die Produktion, vor allem im Sektor der Automobilteile, Maschinen und Ausstattung. Der italienische Automobilhersteller "Fiat SpA" kündigte den Bau von neuen Produktionsanlagen im Wert von 1,3 Mrd. Euro in Serbien. "Fiat" lobe die Maßnahmen der Regierung Serbiens in Form der gemeinsamen Investitionen und Fördermaßnahmen einschließlich Steuererleichterungen, Infrastruktur und Ausbildung von Arbeitern.

Ernst & Young befragte für die Untersuchung Manager von 808 internationalen Unternehmen. Vertiefende Fragen zum Standort Deutschland richteten sich den Angaben zufolge an weitere 201 ausländische Unternehmen.

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